Besucher aus einem anderen Sonnensystem

Bilder von merkwürdigen Sonnensystembesuchern schälen etwas von dem Geheimnis

Vor wenigen Wochen entdeckten Astronomen erstmals einen Asteroiden, der offenbar nicht aus unserem Sonnensystem stammt.

Der interstellare Asteroid bekam die Katalognummer 1I/2017 U1 und den hawaiianischen Namen 'Oumuamua.

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Bild 1 von 4 1I/2017 U1 ('Oumuamua) auf einer zusammengesetzten Aufnahme der ESO. "Wir mussten schnell handeln", berichtete Olivier Hainaut von der Europäischen Südsternwarte ESO in Garching bei München in einer Mitteilung.

Bei der näheren Beobachtung mit mehreren Teleskopen fiel dann zunächst die ungewöhnliche Form auf - der Asteroid ist der Astronomin Karen Meech zufolge "etwa zehnmal so lang wie breit, mit einer komplexen, gewundenen Form". "Oumuamua war schon am sonnennächsten Punkt vorbei und bereits wieder auf dem Weg zurück in den interstellaren Raum".

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Mit dem "Very Large Telescope" der ESO in den chilenischen Anden stellten die Forscher fest, dass der Asteroid alle 7,3 Stunden um seine Achse rotiert und dabei seine Helligkeit drastisch um rund den Faktor zehn verändert. Er wird auf eine Länge von mindestens 400 Metern geschätzt. "Wir fanden auch heraus, dass es eine dunkelrote Farbe besitzt, ähnlich wie Objekte im äußersten Bereich des Sonnensystems". Vorläufige Bahnberechnungen legen nahe, dass das Objekt ungefähr aus der Richtung stammt, in der sich heute der helle Stern Wega im Sternbild Leier befindet.

Aber selbst mit einer unglaublichen Geschwindigkeit von 95.000 Stundenkilometern hätte es 300.000 Jahre gedauert, um die Erde von Vega aus zu erreichen - und Vega war vor 300.000 Jahren nicht an der gleichen Stelle. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass "Oumuamua" ein kompaktes Objekt ist - möglicherweise aus Gestein oder mit einem hohen Metallanteil. Das beginnt bei der Form des Brockens, der wie eine riesige Zigarre aussieht - und ganz anders als alle bekannten Asteroiden: Oumuamua ist nämlich rund 400 Meter lang, aber nur rund 40 Meter breit. Astronomen schätzen, dass in jedem Jahr ein Objekt wie 'Oumuamua ins innere Sonnensystem gelangen sollte. Erst seit kurzem sind laut ESO irdische Durchmusterungsteleskope leistungsfähig genug, um überhaupt eine Chance auf die Entdeckung solcher Himmelskörper zu bieten.

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"Über Jahrzehnte haben wir theoretisiert, dass solche interstellaren Objekte da draußen sind, und jetzt - zum ersten Mal - haben wir direkte Beweise dafür, dass sie existieren", sagte der Astrophysiker Thomas Zurbuchen von der NASA. "Und jetzt, da wir den ersten interstellaren Gesteinsbrocken gefunden haben, bereiten wir uns auf die nächsten vor", fügte der Wissenschaftler hinzu.

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