Herstellung des iPhone X: Foxconn lässt Schüler Überstunden machen

Ein Mann hält ein iPhone X in einem Apple Showroom in Sydney

Von einem langjährigen Foxconn-Mitarbeiter erfuhr die Financial Times jetzt, dass die Fabrik in Zhengzhou jedes Jahr in der hektischen Saison zwischen August und September Schüler beschäftigt, um die Zahl der Mitarbeiter flexibel aufzustocken. Gefördert werden diese Zwangsmaßnahmen offenbar von der Provinzregierung, die die Schulen dazu auffordert, ihre Schüler zu Foxconn zu schicken.

Die Herstellung des Apple iPhone X steht in der Kritik. "Wir haben festgestellt, dass die Schüler freiwillig arbeiteten, eine Entlohnung und Nebenleistungen erhielten, aber ihre Überstunden hätten nicht zugelassen werden dürfen", erklärte ein Apple-Sprecher gegenüber CNET.com.

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Der Apple-Zulieferer Foxconn soll Schülerinnen und Schüler zu illegalen Überstunden gezwungen haben, um Produktionsrückstände bei Apples neuem Flaggschiff dem iPhone X aufzuholen, wie die "Financial Times" berichtet (zahlungspflichtiger Artikel).

Allerdings haben sich die betroffenen Schüler einer chinesischen High School über die Arbeitsbedingungen beschwert. Sie sollten Arbeitserfahrung sammeln, sonst würden sie keinen Abschluss bekommen. Foxconn produziert nicht nur für Apple, sondern ist auch für Sony, Microsoft, Samsung und andere namhafte Hersteller tätig.

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Die Schule wollte den Fall nicht kommentieren. Zhengzhou, die Hauptstadt der Provinz Henan, ist für Foxconn seit Jahren ein wichtiger Ort für Arbeitskräfte. Hinzu komme, dass Apple seine Zulieferbetriebe auf der ganzen Welt schon seit Jahren regelmäßig überprüfe, unter anderem auch auf die Einhaltung der Arbeitsgesetze.

Laut Foxconn sei das Praktikumsprogramm mit lokalen Behörden und mehreren Berufsschulen abgestimmt worden. Als wir feststellten, dass einige Studenten Überstunden machen durften, haben wir prompt gehandelt. In einem Statement von Apple, das CNBC zitiert, weist Apple darauf hin, dass die Schüler freiwillig dort gearbeitet hätten und auch korrekt bezahlt und versorgt wurden. So etwas werde es in Zukunft nicht mehr geben, so Apple. "Ein Team von Spezialisten ist in der Anlage vor Ort und arbeitet mit dem Management zusammen, um sicherzustellen, dass die entsprechenden Standards eingehalten werden".

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