Uber hielt Datenklau von 57 Mio. Fahrgästen geheim

Dara Khosrowshahi

Uber hatte in der Nacht zum Mittwoch öffentlich gemacht, dass bereits vor über einem Jahr Daten von rund 57 Millionen Nutzern und Fahrern gestohlen worden waren. In Großbritannien zeigte sich die Datenschutz-Aufsicht "extrem besorgt" und startete ein eigenes Verfahren.

Bei dem Vorfall erhielten zwei Hacker Zugriff auf Firmeninformationen auf Github.

Diese Woche wurden der Sicherheitschef Joe Sullivan und ein weiterer Mitarbeiter namens Craig Clark entlassen. Sullivan war zuvor Sicherheitschef bei Facebook.

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Die Vertuschung wirft einen weiteren Schatten auf die Führungszeit des langjährigen Uber-Chefs Travis Kalanick, die von vielen Skandalen um den aggressiv auftretenden Fahrdienst-Vermittler geprägt war. Uber hatte bei der rasanten internationalen Expansion in vielen Ländern gegen geltende Regeln verstoßen. Eine Untersuchung zu Vorwürfen von Sexismus und Diskriminierung förderte große Defizite im Management des in Finanzierungsrunden mit bis zu 68 Mrd. Kalanick räumte im Sommer unter dem Druck von Investoren den Chefposten.

Der neue Uber-Chef Dara Khosrowshahi sagte am Dienstag zum Hackerangriff und der nachfolgenden Vertuschung: "Nichts davon hätte passieren dürfen, und wir werden nicht nach Ausreden dafür suchen". Von dem Datendiebstahl soll er im November erfahren haben. "Wir werden die Art und Weise, wie wir Geschäfte machen, ändern", so Khosrowshahi weiter.

Was das Ausmaß und den Wert der gestohlenen Daten betrifft, verblasst der Uber-Hack neben anderen Fällen. Beim Internetkonzern Yahoo waren 2013 Daten zu allen drei Milliarden Nutzer-Accounts gestohlen worden.

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Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor Schweigegeldzahlungen im Fall von Datendiebstählen wie dem beim Mobilitätsdienst Uber. Damals ging es um Daten von 50.000 Fahrern. Am Ende kam Uber mit einer Strafe von 20.000 Dollar davon.

Uber werde den Betroffenen nun helfen, nach einem möglichen Missbrauch der gestohlenen Daten Ausschau zu halten, kündigte Khosrowshahi an.

"Dadurch wird nicht nur die Organisierte Kriminalität finanziert, das Opfer kann sich auch nicht sicher sein, dass die Daten entschlüsselt oder im Falle von Uber tatsächlich vernichtet werden".

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