Alexej Nawalny für Präsidentschaftswahl nominiert

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Der russische Oppositionelle Alexej Nawalny hat seine Kandidatur bei der Zentralen Wahlkommission der Russischen Föderation eingereicht, teilte der Pressedienst der Behörde mit.

Bei einer Versammlung seiner Anhänger sicherte sich der 41-Jährige am Sonntag in Moskau die erforderlichen 500 Unterstützungsunterschriften für eine Kandidatur. In der Hauptstadt Moskau bezeichnete sich Nawalny vor etwa 700 Zuhörern als "Kandidat für ganz Russland". Auch der Oppositionspolitiker selbst trat vor seinen Anhängern auf. Die Staatsanwaltschaft warnte ihn, dass seine Veranstaltung nicht zugelassen sei. Es sei "unmöglich, uns nicht zu der Abstimmung zuzulassen", schrieb Nawalny vergangene Woche in einem Artikel in Richtung seiner Anhänger. "Wir sind bereit zu gewinnen und wir werden diese Wahl gewinnen". Wenn die Wahl nicht "ehrlich" sei, müsse sie durchkreuzt werden, sagte Nawalny. Die Kundgebung fand in einem Zelt am Ufer des Flusses Moskwa statt, da laut Nawalny kein anderer Veranstaltungsort genehmigt wurde.

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Weitere Kundgebungen gab es von Wladiwostok im Fernen Osten Russlands bis nach St.

In Moskau kamen mehr als 700 Menschen dem Aufruf nach, im südrussischen Rostow am Don kamen nach Angaben von Nawalnys Kampagne mehr als 800 Menschen, in Jekaterinburg im Ural mehr als 900 und in Nowosibirsk in Sibirien mehr als 700. Wegen einer Vorstrafe hatten ihn Behörden nicht zu den Präsidentschaftswahlen im kommenden Jahr zugelassen - er darf bis 2028 für kein Amt kandidieren.

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Nawalny gilt bei der Präsidentschaftswahl im März 2018 als wichtigster Gegner von Amtsinhaber Wladimir Putin, mit dessen Wiederwahl am 18. März allgemein gerechnet wird. Die Kommission begründete dies mit einer Verurteilung Nawalnys wegen Unterschlagung. Nawalny bestreitet die Vorwürfe und spricht von einem politischen Urteil. Den von der Kommission zugelassenen anderen Kandidaten werden keine Chancen eingeräumt. Eine solche Opposition dürfe aber nicht nur gegen die Regierung kämpfen und ihre "alle Todsünden vorwerfen", sondern einen "klaren Plan für positive Maßnahmen haben".

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