Dirigent der Elbphilharmonie geht im Streit

Schon seit sechs Jahren ist Thomas Hengelbrock Chefdirigent des NDR Elbphilharmonie Orchesters. Statt wie geplant 2019 werde er das NDR-Orchester schon im Sommer 2018 verlassen, sagte er im Gespräch mit der "Welt am Sonntag". Er habe den NDR lange vor dem Ende der letzten Saison darüber informiert. Der Dirigent hatte sich darüber geärgert, dass der NDR den Nachfolger unmittelbar nach seiner Ankündigung des Verzichts auf eine Vertragsverlängerung vorgestellt hatte. Das habe nach aussen einen ganz falschen Zungenschlag in die Sache gebracht, so Hengelbrock.

Auch zur Kritik an seiner gelegentlichen Aufführungspraxis mit historischen Instrumenten und an der Qualität des Orchesters äußerte sich der Dirigent: "Es gab natürlich Situationen, in denen ich mich sehr weit von dem entfernen musste, was ich mir eigentlich vorgestellt hatte".

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Der Chefdirigent der NDR Elbphilharmonie, Thomas Hengelbrock, verlässt das Orchester im Streit. Er selbst habe nicht alle seiner Ziele mit dem Klangkörper erreicht. "Die akustischen Verhältnisse in der Elbphilharmonie sind zwar insgesamt großartig, aber je nach Repertoire bisweilen auch kompliziert".

Der NDR hat mit Hengelbrocks Nachfolger Alan Gilbert einen Vertrag über eine Laufzeit von fünf Jahren vereinbart. Achim Dobschall, Leiter des Bereichs Orchester, Chor und Konzerte, sagte dagegen: Um für das Orchester eine Arbeit auf hohem Niveau gewährleisten zu können, sei es notwendig gewesen, die Planung für die Saison 2019/20 bis zum Sommer 2017 mit dem neuen Chefdirigenten festzulegen.

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An Stelle von Thomas Hengelbrock wird nun nach NDR-Angaben in der kommenden Saison der designierte Chefdirigent Alan Gilbert bereits zwei wichtige Konzertprojekte leiten.

Bei der spektakulären neuen Elbphilharmonie lobte er die "phantastische Architektur" und die Bedeutung, die der Bau für die Musikstadt Hamburg erlangt habe. Neben ihm wird Krzysztof Urbanski mit mehreren Programmen die Spielzeit prägen. Im Juni hatte Hengelbrock verkündet, seinen bis 2019 laufenden Vertrag nicht verlängern zu wollen.

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