Georgiens Ex-Präsident aus Polizeiauto befreit

Der georgische Ex-Präsident Michail Saakaschwili wird von Einsatzkräften verhaftet

Die ukrainischen Behörden werfen dem gebürtigen Georgier, der mit seiner politischen Bewegung vorzeitige Neuwahlen in der Ukraine herbeiführen möchte, Unterstützung einer kriminellen Vereinigung vor. Saakaschwili zeigte sich damals entschlossen, die ukrainische Staatsbürgerschaft zurückzuerlangen und in die Politik zurückzukehren.

Mitte Oktober hatten diese Kräfte ein Zeltlager in der Nähe des Parlaments aufgeschlagen und versucht, auch mit solchen symbolischen Bildern den Revolutionsgeist der Ukrainer zu wecken.

Der 49-jährige frühere Präsident Georgiens und ukrainische Oppositionspolitiker hatte seine drohende Festnahme selbst vor ein paar Tagen angekündigt. Beamte des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes SBU wollten ihn in den Morgenstunden in seiner Wohnung festnehmen. Die Ermittler zerrten Saakaschwili in einen Gefangenenbus. Danach gab ihm der Generalstaatsanwalt Luzenko 24 Stunden, sich zu stellen. Anschließend rief er zu einer Demonstration für die Absetzung der Regierung auf.

Zunächst war der Politiker am Dienstagmorgen nach einer Hausdurchsuchung auf das Dach seines Wohnhauses geflohen. Dort drohte er Medienberichten zufolge damit, sich umzubringen.

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In seiner Heimat Georgien hatte Saakaschwili als Präsident von 2004 bis 2013 proeuropäische Reformen durchgesetzt.

Nur wenige Minuten später wurde der Transport blockiert.

Die Protestierenden errichten Barrikaden aus Reifen, Steinen und Mülltonnen. Mehrere Dutzend Demonstranten schlugen Seitenfenster des Fahrzeugs ein und brachen eine Tür des Kleinbusses auf. Nach drei Stunden gelang es ihnen, den Politiker zu befreien.

"Wir wissen, dass Herr Saakaschwili festgenommen wurde und dass die Proteste andauern". Dies berichteten örtlichen Medien.

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Am Dienstagvormittag hatte sich der ehemalige Präsident Georgiens und Ex-Gouverneur der ukrainischen Region Odessa auf das Dach seines Hauses in Kiew begeben und damit gedroht, sich hinunter zu stürzen. Er hat mehrfach zur Amtsenthebung von Poroschenko aufgerufen. Aus Behördensicht unterstützte er damit Kriminelle. Ihm drohen in der Ukraine bis zu fünf Jahre Haft. Saakaschwili wies die Anschuldigungen als "dreiste Lüge" zurück. "Das ist ein absoluter Fake", sagte er.

Während eines USA-Aufenthaltes von Saakaschwili entzog ihm der ukrainische Präsident kurzerhand die Staatsbürgerschaft und verhängte ein Einreiseverbot.

In einer spektakulären Aktion war Saakaschwili im September gemeinsam mit Unterstützern in die Ukraine zurückgekehrt, indem sie zu Fuß die Grenze überwanden und Grenzschützer beiseite schoben.

2015 hatte er bereits die Staatsangehörigkeit seines Heimatlandes verloren, weil er den ukrainischen Pass angenommen hatte. Ihm droht die Abschiebung nach Tiflis.

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