Über 100 Tote Tropensturm "Tembin" überzieht Philippinen mit Tod und Zerstörung

Bild aus Lanao Del Norte

Am schlimmsten betroffen war nach Behördenangaben die Provinz Lanao del Norte auf Mindanao. Häuser wurden weggeschwemmt, viele Straßen waren unpassierbar. Im Bergdorf Dalama kamen nach Polizeiangaben 19 Menschen ums Leben, das Dorf wurde vollständig zerstört. Ein Fluss sei über die Ufer getreten und habe fast alle Häuser weggeschwemmt, sagte ein Polizist aus Tubod der Nachrichtenagentur AFP: "Das Dorf ist nicht mehr da". Damals waren mindestens 1.250 Menschen ums Leben gekommen.

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Der Sturm war am Freitag an der Ostküste von Mindanao im Süden des Philippinen auf Land getroffen. Man sei vom Ausmass der Zerstörungen überrascht worden, sagte der Leiter der regionalen Katastrophenschutzbehörde, Manuel Luis Ochotorena. "Das Dorf ist nicht mehr da". "Die aus den Bergen kommenden Wassermaßen haben sogar Kokospalmen ausgerissen, das zeigt die Kraft der Fluten", sagte Ochotorena. Tote wurden auch aus den Provinzen Lanao del Sur, Bukidnon und Misamis Occidental gemeldet. Polizisten, Soldaten und Freiwillige wurden mobilisiert, um in Schlamm und Geröll nach Leichen und Überlebenden zu suchen. Geröll- und Schlammlawinen zerstörten nach Behördenangaben zudem Dutzende Häuser in der Stadt Piagapo. Laut philippinischem Zivilschutz wurden hier mindestens zehn Menschen getötet. Die Rettungskräfte kamen demnach nur langsam voran, weil sie vielerorts erst Felsen aus dem Weg räumen mussten.

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Die Bemühungen gestalteten sich jedoch schwierig, da in der Region nach Angaben eines Behördenvertreters die Strom- und Kommunikationsleitungen zusammengebrochen waren. Weitere Vermisste wurden am Samstag befürchtet. Auch die Behörden auf der verarmten Halbinsel Zamboanga meldeten weitere Todesopfer. Wie das örtliche Fernsehen berichtete, wurden dort mindestens drei Ortschaften überflutet.

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Die Regierung sagte den Opfern Unterstützung zu. Der Sturm zog unterdessen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 80 Kilometern pro Stunde weiter Richtung Meer. Nach Angaben des staatlichen Wetterdienstes sollte er am Abend an der Spitze der westlichen Insel Palawan erneut auf Land treffen. Erst vor knapp einer Woche war der Tropensturm "Kai-Tak" mit heftigen Regenfällen über die Philippinen hinweg gezogen. Die Philippinen werden jedes Jahr von etwa 20 Taifunen und anderen Stürmen getroffen. Dabei kommen häufig zahlreiche Menschen ums Leben.

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