WhatsApp: Sicherheitslücke ermöglicht Mitlesen von Gruppen-Chats

WhatsApp Sicherheitslücke hebelt Verschlüsselung aus

Wie Wired berichtet, haben Forscher der Ruhr-Universität Bochum auf der Real World Crypto Sicherheitskonferenz in Zürich eine Sicherheitslücke bei der Whatsapp-Verschlüsselung offengelegt: Dabei genügt offenbar der Zugriff auf die Server von Whatsapp, um Zugriff auf Gruppenchats innerhalb der Nachrichten-App zu erhalten.

Es gibt sehr hohe Hürden.

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Mit der entdeckten Schwachstelle wäre es möglich, neue Nutzer in bestehende Gruppen zu integrieren, ohne dafür der Administrator der Gruppe zu sein. Doch die Ruhr-Universität fügte hinzu, dass dies kein einfaches Unterfangen sei. Ihrer Analyse zufolge kann ein digitaler Angreifer neue Mitglieder in einen Gruppenchat schleusen, ohne dass der Administrator der Gruppe diese Mitglieder eingeladen hat. Dadurch wird die Verschlüsselung umgangen, die alle Whatsapp-Chats schützt. Für die allermeisten Nutzer bedeutet der Fund der Bochumer deshalb nur, dass sie den Sicherheitsversprechen des Unternehmens nicht blind vertrauen sollten: Wo Ende-zu-Ende-Verschlüsselung draufsteht, ist nicht zwingend pure Ende-zu-Ende-Verschlüsselung drin. Selbst Whatsapp-Mitarbeiter haben eigentlich keinen Zugriff auf die Nachrichteninhalte.

WhatsApp-Nutzer müssen allerdings nicht in Panik ausbrechen, denn diese Horrorvorstellung ist nur sehr theoretisch möglich.

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Offiziell verweist WhatsApp darauf, dass Gruppenmitglieder immer automatisch informiert werden, wenn ein neues Mitglied hinzugefügt wird. Ein Angriff ist also nur technisch extrem versierten Profis möglich. Lücke betrifft noch weitere FunktionenHaben sich Hacker erst einmal Zugriff auf die Server verschafft, stehen ihnen weitere Möglichkeiten für kriminelle Aktivitäten offen. Normale Eins-zu-eins-Chats sind von der Verschlüsselung weiter geschützt. Sie können auch dann nicht eingesehen werden, wenn ein Angreifer den Whatsapp-Server übernimmt. Wer schnell genug ist, kann nun bei Whatsapp gesendete Nachrichten löschen. Zum anderen könnte sich ein neu hinzukommendes Mitglied in den Gruppen nicht verstecken und werde allen Beteiligten angezeigt. "Die Benachrichtigung, dass ein neuer Teilnehmer hinzugefügt wurde, kann er aber nicht verbergen". Zudem seien keine Nachrichten, die in der Vergangenheit abgesetzt wurden, einzusehen, sagt ein WhatsApp-Sprecher. WhatsApp sieht das Ganze wohl nicht als wirkliche Bedrohung, schließlich qualifizierten sich die Erkenntnisse nicht für das Bug-Bounty-Programm der Konzernmutter Facebook, bei dem an den Entdecker von Sicherheitslücken eine Belohnung bezahlt wird. "Aber es gibt keinen geheimen Weg in die WhatsApp Gruppenchats".

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