Israel gibt Schlag gegen Atomreaktor zu

Das israelische Militär veröffentlichte Aufnahmen vom Anschlag 2007. Quelle Reuters

Die israelische Luftwaffe habe in der Nacht zum 6. September 2007 "erfolgreich einen im Bau befindlichen syrischen Atomreaktor getroffen und zerstört", teilte die Armee mit.

Das Militär lüftete ein lange Zeit gehütetes Geheimnis und gab erstmals zu, dass 2007 ein mutmaßliches Atomkraftwerk in Syrien von Kampfjets zerstört wurde. Erstmals dürfen sich auch die Beteiligten von damals zu Wort melden - und Israels Medien berichten, ohne sich auf ausländische Quellen zu berufen.

"Wir haben sofort verstanden, dass wir es mit einem Nuklearreaktor zu tun haben, der nur einem Zweck dient: die Atombombe herzustellen".

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Bisher verhinderte die Militärzensur, dass die Urheberschaft für den Angriff publik wurde. Der Einsatz sende "eine klare Botschaft: Israel wird es Ländern wie dem Iran, die seine Existenz bedrohen, nie erlauben, Atomwaffen zu erlangen". "Dies war unsere Botschaft im Jahre 2007, dies bleibt unsere Botschaft heute und in der nahen und fernen Zukunft".

Hat Israels Armee deshalb ausgerechnet jetzt das Schweigen gebrochen? "Dies sieht Israel heute als seine grösste strategische Bedrohung", sagte Bergman. "Wenn Israel alleingelassen wird, reagiert es extrem". 2007 habe Israel eigentlich gewollt, dass die USA den Reaktor zerstören. Geheimdienstminister Israel Katz erklärte auf Twitter, der Erfolg der damaligen Operation sei ein Signal dafür, dass Israel seinen Feinden niemals den Besitz von Atomwaffen erlauben werde.

"Hätten sie das vor zehn Jahren erklärt, wäre eine starke Empörung in der islamischen Welt und insbesondere in der arabischen Welt zu erwarten gewesen, und zwar einschließlich Druckmaßnahmen, Maßnahmen zur Unterstützung Syriens und Terroranschlägen innerhalb Israels", sagte Iwaschow, der zuvor auch Chef der Hauptverwaltung für internationale Militärkooperation im russischen Verteidigungsministerium war, in einem Gespräch mit RIA Novosti.

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Israel habe 2007 vergeblich versucht, die USA davon zu überzeugen, dass die Supermacht den Angriff in Syrien selbst fliegen solle.

Darin schildern die beiden Rivalen unter anderem ihre unterschiedlichen Sichtweisen auf den Angriff.

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