John Bolton soll McMaster als nationalen Sicherheitsberater ersetzen

John Bolton wird neuer Sicherheitsberater im Weißen Haus

Jetzt wird John Bolton neuer Sicherheitsberater von US-Präsident Trump. Er kennt daher die aggressiven oder, wie manche sagen, kriegstreiberischen Ansichten von John Bolton, dem früheren UN-Botschafter der USA und Fox-Kommentator.

Der Nachfolger von dem eher moderat agierenden Herbert Raymond McMaster ist also ein Hardliner. Der "America first"-Präsident hat Bolton am Freitag zum nationalen Sicherheitsberater gekürt".

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Boltons Aggressivität lässt viele Beobachter an seiner Eignung für den Posten zweifeln.

Trumps Personal-Karussell dreht sich schnell! In den vergangenen Tagen gab es immer wieder Berichte über seine Ablösung. Das Enthüllungsbuch "Fire and Fury" beschreibt seitenlang, wie Trump und der Ex-General nie einen persönlichen Draht zueinander fanden. Der Sicherheitsberater koordiniert die Außen- und Sicherheitspolitik der Regierung und ist einer der wichtigsten Berater des Präsidenten, auch bei Entscheidungen über Krieg und Frieden. Doch der Präsident zögerte zunächst. Hintergrund ist ein Streit über die Handelspolitik von Präsident Donald Trump, der zum Unmut Cohns Strafzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte angekündigt hat.

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Es war der Höhepunkt eines typischen Tages im Weißen Haus. Nach Monaten des Zögerns verhängte die US-Regierung kürzlich neue Sanktionen gegen Russland. Außerdem gehörte McMaster gemeinsam mit Rex Tillerson zu den unabhängigen Köpfen in Trumps Regierungsmannschaft.

Auch der taffe Umgang mit Strafzöllen gegen China betrifft die deutsche Wirtschaft.

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Der scheidende Sicherheitsberater McMaster galt gerade unter den europäischen Verbündeten als vernünftiger Ansprechpartner. McMaster musste bereits absalutieren. Die beiden trafen sich häufig am Rande internationaler Gipfel in Deutschland, Vietnam und New York, zusammen mit japanischen Vertretern. Nun heißt es jedoch, dass McMaster sich aus dem Militärdienst ganz verabschiede. In der Regierung von Präsident George W. Bush war er einer der profiliertesten Befürworter der US-Invasion im Irak. Später wurde der Ronald Reagan-Fan von James Baker ins Außenministerium der Regierung Bush senior geholt. Zuerst als Staatssekretär im Aussenministerium und anschliessend für eineinhalb Jahre als US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, sorgte der republikanische Aussenpolitiker regelmässig für Schlagzeilen. Von Bolton ist das Zitat überliefert, dass es "keinen Unterschied machen würde", wenn das Gebäude des UN-Sekretariats zehn Stockwerke weniger zur Verfügung hätte. Dann näherte sich Bush, stark beeinflusst von Rice, ehemaligen Antagonisten wie Iran und Nordkorea an. Als der Amerikaner 2003 das Regime wegen seiner katastrophalen Menschenrechtssituation kritisierte, beschimpfte ihn die staatliche Nachrichtenagentur KCNA als "menschlichen Abschaum und Blutsauger". Der an Disziplin gewohnte Dreisternegeneral, der obendrein als Gelehrter in Uniform gilt, seit er die Lehren des Vietnamkriegs in einem Buch zusammengefasst hat, soll sich permanent gerieben haben an Trumps sprunghaftem Regierungsstil. Den Vertragsgaranten hat Trump bis zum 12. Mai Zeit gegeben. Während Bolton die Intervention in fernen Ländern wie dem Irak oder dem Iran empfehle, stehe Trump grundsätzlich für einen Rückzug der USA aus den Krisenherden der Welt, analysierte die BBC. Mit seinem weißen Haar, seinem Walross-Schnäuzer und seiner Kampfhund-Attitüde wirkt der aus kleinen Verhältnissen - Vater Feuerwehrmann, Mutter Hausfrau - in Baltimore/Maryland stammende Erzkonservative bei seinen Auftritten oft wie ein grantiger Handwerker, dem zu viele Rechnungen geplatzt sind.

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