Trump feuert Tillerson über Twitter

Donald Trump feuert Außenminister per Tweet

Es war dieser Tweet, in dem Trump mitgeteilt hat, dass Mike Pompeo, bisher Direktor des US-Geheimdienstes CIA, neuer Außenminister wird.

Trump räumte wenig später unterschiedliche politische Ansichten zum scheidenden US-Außenminister Rex Tillerson als Grund für dessen Abgang ein. Das kündigte Präsident Donald Trump am Dienstag auf Twitter an.

"Man kann annehmen, dass der Präsident mit Mike Pompeo einen Außenminister bekommt, der mehr auf seiner Linie liegt", sagte der frühere Sprecher des Ministeriums, John Kirby. Trump habe aus dem Abkommen aussteigen wollen, Tillerson nicht. Der Präsident fügte hinzu, Pompeo und er hätten dagegen eine sehr ähnliche Denkweise. Der 65-Jährige dementierte dies aber stets. Nach einem Bericht der "Washington Post" forderte Trump Tillerson am vergangenen Freitag zu dem Rücktritt auf. Die Zeitung schrieb, der Präsident sei der Meinung gewesen, der Schritt sei wichtig gewesen. Er ist für die Aufkündigung des Abkommens mit dem Iran und will den nordkoreanischen Diktator Kim Jong-Un entfernen lassen (wie auch immer sich das Pompeo konkret vorstellt...).

Der Staatssekretär im Außenministerium, Steve Goldstein, erklärte am Dienstag, Trump habe vor seiner Entscheidung nicht mit Tillerson gesprochen.

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Im Atom-Konflikt mit Nordkorea preschte Tillerson vor, wollte den aggressiven Ton Trumps mäßigen.

Laut Goldstein kennt Tillerson den Grund für seine Entlassung nicht. Er schrieb auf Twitter, er habe Tillerson gesagt, dass dieser seine Zeit vergeude, indem er mit Nordkorea verhandeln wolle. Der Minister dementierte diese Darstellung nie direkt und wich Fragen dazu stets aus. Am Montag schloss er sich der Schlussfolgerung der britischen Regierung an, wonach Russland für den Giftanschlag auf einen russischen Ex-Doppelagenten in England verantwortlich ist.

Pompeo ist dagegen ein glühender Anhänger Trumps.

Der 54-Jährige ist stramm konservativ. Neue Chefin der CIA soll Gina Haspel (61) werden, die bisherige Vizedirektorin des Auslandsgeheimdienstes. Sowohl Pompeo als auch Haspel müssen vom Senat bestätigt werden. In der vergangenen Woche hatte Trumps Wirtschaftsberater Gary Cohn angekündigt, er werde das Weisse Haus verlassen.

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JAMES COMEY, 9. Mai: Trump feuert den FBI-Chef, eine folgenreiche Sensation. Die Russland-Affäre nimmt immer weiter Fahrt auf. Die Fernsehsender CNN und CBS beriefen sich dabei auf mehrere Mitarbeiter im Weißen Haus.

WALTER SHAUB, 6. Juli: Der Direktor des unabhängigen Büros für Regierungsethik gibt entnervt auf. McEntee hatte seit Beginn der Präsidentschaftskampagne an der Seite Trumps gearbeitet.

REINCE PRIEBUS, 28. Juli: Trumps Stabschef verlässt seinen Posten. Er sagt, freiwillig. Andere sagen, Trump habe ihn gefeuert. Damals hatte der US-Außenminister Medíenberichten zufolge Trump als "Idiot" bezeichnet.

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