Türkische Mediengruppe vor Verkauf an staatsnahen Konzern

Die Künstlerin Alea Pinar du Pre hat Kemal Atatürk verfremdet. Wir zeigen einen Ausschnitt ihres Bildes

Die Gemeinde verwaltete bereits ein ähnliches Projekt in der syrischen Provinz Dscharabulus, die im Zuge der türkischen Militäroperation "Schutzschild Euphrat" befreit worden war.

Medienzar Aydin Dogan, der gleichfalls schwerreiche und mit 81 Jahren ebenfalls greise Verkäufer, galt lange als mächtiger medialer Gegenspieler Erdogans und dessen islamischer Regierungspartei AKP.

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Zudem müssen türkische und internationale Online-Medien künftig eine Lizenz von der RTÜK beantragen, um Ton- und Bildbeiträge verbreiten zu dürfen. Laut der Mitteilung von Dogan soll Demirören rund eine Milliarde Dollar (810 Millionen Euro) zahlen.

Deutliche Worte, die zeigen, dass die Türkei auch in den kommenden Monaten militärische Stärke demonstrieren will. Der Dogan-Konzern, der ebenfalls im Energie- und Industriesektor aktiv ist, würde sich damit vollständig aus dem Mediengeschäft zurückziehen. Erstmals kontrolliert nun ein Präsident die Medien, und fast vier Jahrzehnte, nachdem Aydin Dogan mit Milliyet seine erste Zeitung erworben hatte, kann sich seine Holding wieder auf ihr Kerngeschäft konzentrieren - und wird nun wohl von "Steuernachforderungen" verschont bleiben. Man verfolge die Berichte über die Eroberung weiter Teile der Stadt durch das türkische Militär "mit wachsender Sorge", sagte Vize-Regierungssprecherin Ulrike Demmer in Berlin. In der Türkei gehören die Medien mit Ausnahme weniger Zeitungen wie "Cumhuriyet", "Evrensel" und "Birgün" großen Wirtschaftskonzernen, was sie aus Sicht von Kritikern anfällig für Druck durch die Regierung macht.

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Es sei merkwürdig, dass "einige unserer Verbündeten die Lage mit den Augen von Terroristen betrachten", hieß es weiter in einer am Mittwochabend verbreiteten Erklärung des türkischen Außenministeriums. Auch ein prominenter Journalist der Dogan-Mediengruppe warnte, künftig würden "rund 90 Prozent der türkischen Medien weitgehend unter Regierungskontrolle" stehen.

Reporter ohne Grenzen (RSF) erklärte, die Übernahme der letzten Mediengruppe, die nicht unter Kontrolle der Regierung gestanden habe, bedeute "den Tod des Medien-Pluralismus" und "das Ende einer Ära". Springer sei seit Januar 2007 als Investor an der Dogan TV Holding A.S. beteiligt und habe diese Beteiligung in den vergangenen Jahren sukzessive zurückgefahren.

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Nach dem Putschversuch 2016 waren per Notstandsdekret rund 150 Medienbetriebe geschlossen worden. Mit dem angekündigten Verkauf an Demirören habe dies nichts zu tun.

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