Weinstein-Filmstudio hebt Vereinbarungen zu Geheimhaltung auf

Harvey Weinstein wurde im Oktober 2017 von seiner Firma entlassen

Nachdem kein Käufer für die Filmproduktionsgesellschaft The Weinstein Company gefunden werden konnte, hat das Unternehmen nun Insolvenz angemeldet.

Mehr als 70 Frauen beschuldigen den Mitbegründer des Unternehmens, Harvey Weinstein, der einer der einflussreichsten Männer Hollywoods war, des sexuellen Fehlverhaltens, einschliesslich Vergewaltigung. Demnach habe die Firma verkündet, einen Insolvenzantrag gestellt zu haben.

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Nach Anmeldung der Insolvenz hob die Firma zudem alle bestehenden Verschwiegenheitserklärungen auf, an die Angestellte gebunden waren - "ein wichtiger Schritt hin zur Gerechtigkeit für jedes Opfer, das von Harvey Weinstein zum Schweigen gebracht wurde", hieß es in einer Erklärung der Weinstein Company.

New York - Das einst von Ex-Hollywood-Mogul Harvey Weinstein geführte Filmstudio hat Geheimhaltungsvereinbarungen aufgehoben, die Opfer und Zeugen hindern sollten, über sexuelle Übergriffe des Produzenten zu sprechen. Mit dem neuen Investoren wurde eine Grundsatzvereinbarung über den Kauf von Anteilen der berühmten Filmproduktionsfirma getroffen. Das zuständige Konkursgericht muss dem aber noch zustimmen. Es sollten so viele Jobs wie möglich bewahrt werden, sagte Harvey Weinsteins Bruder Robert, der inzwischen an der Spitze der Weinstein Company steht. Er hat Fehlverhalten eingeräumt, weist aber Vorwürfe von nicht-einvernehmlichem Sex zurück. "Seit Oktober wurde berichtet, dass Harvey Weinstein Geheimhaltungsvereinbarungen als geheime Waffe benutzt hat, um Menschen zum Schweigen zu bringen, die Anschuldigungen gegen ihn erheben", heißt es in einem Statement der Weinstein Company, aus dem US-Medien seit Montag (Ortszeit) zitieren. Diese können damit ohne Sorge vor Klagen sprechen. Diese Vereinbarungen endeten "mit sofortiger Wirkung".

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Weinstein, der das Unternehmen Mitte der 2000er Jahre zusammen mit seinem Bruder Bob gegründet hatte, wurde nach Bekanntwerden der angeblichen sexuellen Übergriffe auf zahlreiche Frauen im Oktober des vergangenen Jahres von dem Unternehmen gefeuert. Die Aufhebung der Geheimhaltungsvereinbarungen werde "endlich diejenigen zu Wort kommen lassen, die zu lange mundtot gemacht worden sind". Weinstein beteuert bis heute, keine sexuelle Gewalt gegen Frauen angewandt zu haben. Die Vorfälle haben weltweit eine Debatte über Missbrauch im Showgeschäft und anderen Branchen ausgelöst. Die Frauenrechtsgruppe "Time's Up" hatte eine solche Prüfung gefordert und insbesondere dem Bezirksstaatsanwalt von Manhattan, Cyrus Vance, Versäumnisse vorgeworfen.

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