Daimler: "E-Autos nicht so gut für die Bilanz"

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"Wir sind in China offen für alles, was im Einklang mit den Interessen unseres langjährigen Partners BAIC steht", betonte er. Li hatte im Februar fast zehn Prozent erworben und ist damit größter Anteilseigner. Fraglich ist, wie sich das auf die Pläne zum Konzernumbau auswirkt, die Daimler ausarbeitet. Einige Finanzanalysten und Aktionärsvertreter sehen das durchaus anders.

Kritik an der Unternehmenspolitik soll es auch vor der Tür geben: Ein Aktionärsbündnis aus Umweltschützern, Menschenrechtlern und Rüstungsgegnern hat zu einer Kundgebung aufgerufen. "Bei Absatz, Umsatz, Ergebnis und Profitabilität gab es neue Bestwerte", sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Bischoff. Beim Gewinn, der unterm Strich auf die Aktionäre entfällt, fiel das Plus noch weitaus deutlicher aus.

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"Mehr Elektroautos sind gut für die CO2-Bilanz".

Bei 3,3 Millionen verkaufte Fahrzeuge sowie ein Umsatz über 164,3 Milliarden Euro erbrachten ein Konzernergebnis über 10,9 Milliarden Euro. "Aber nicht so gut für unsere Konzern-Bilanz - jedenfalls vorübergehend", sagte Zetsche am Donnerstag bei der Hauptversammlung in Berlin. Die Themen reichen von der Zukunft des Verbrennungsmotors und alternativer Antriebe über den Wandel von reinen Autoherstellern zu Mobilitätsdienstleistern bis hin zur Entwicklung selbstfahrender Autos. Zudem soll es bis 2022 in jedem Mercedes-Segment eine elektrifizierte Variante geben.

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Um die Investitionen stemmen zu können, hatte Zetsche in der Pkw-Sparte im vergangenen September bereits ein neues Sparprogramm aufgelegt, das über die kommenden Jahre einen Spielraum von zusätzlichen vier Milliarden Euro liefern soll. Unter anderem sollen Produkte schneller auf den Markt gebracht werden, bei den Material- und Produktionskosten wollen die Stuttgarter effizienter werden.

Zetsche betonte erneut auch die Bedeutung des Diesels für die Senkung des Kohlendioxid-Ausstoßes. Es gehe darum, "individuelle Mobilität, Klimaschutz und Luftreinhaltung in Einklang zu bringen". Fahrverbote lehnte der Daimler-Manager explizit ab, zudem sprach er sich indirekt gegen die inzwischen von vielen geforderte Hardwarenachrüstung von Diesel-Autos aus: Daimler befürworte, "was technisch sinnvoll und finanziell verantwortbar" sei. Daimler lässt seit vergangenem Jahr insgesamt drei Millionen Diesel-Fahrzeuge per Software-Update nachbessern. Das Unternehmen fasst diese Vorstöße unter dem Begriff "CASE" zusammen, wobei die Buchstaben für Vernetzung ("Connected"), autonomes Fahren ("Autonomous"), geteilte Mobilität ("Shared") und Elektroantriebe ("Electric") stehen. In den vergangenen Wochen waren in den USA bei Unfällen mit einem Roboterwagen des Fahrdienstvermittlers Uber sowie bei einem Tesla-Auto mit eingeschaltetem Autopiloten zwei Menschen ums Leben gekommen. Die Produktion müsse dafür so umgestellt werden, dass alle Antriebsarten auf allen Fertigungslinien zugleich gebaut werden könnten, sagte Zetsche. "Genau deshalb treiben wir das autonome Fahren voran".

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