Die Pornostar-Affäre: FBI-Razzia bei Trumps Anwalt

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Washington. Michael Cohen ist weit mehr als Trumps Anwalt. Das US-Präsidialamt hatte zudem zurückgewiesen, dass Trump Sex mit der Darstellerin hatte.

Das FBI hat Insidern zufolge die Büros und die Wohnung des persönlichen Anwalts von Präsident Donald Trump, Michael Cohen, durchsucht. Trump reagierte mit einem Wutausbruch vor laufenden Kameras: Er sprach von einem "Angriff auf unser Land" und warf den Ermittlern politische Motive vor. Mueller hat die Durchsuchung bei Cohen nicht selbst beantragt, sondern offenbar Hinweise auf kriminelle Vergehen, die ihm bei seinen Ermittlungen in die Hände fielen, an die zuständige Bundesanwaltschaft in New York weitergegeben.

Mueller untersucht die mutmaßlichen russischen Eingriffe in den US-Wahlkampf 2016 zugunsten Trumps sowie mögliche illegale Absprachen von Trumps Wahlkampfteam mit Moskau.

Sollten die Fahnder aus New York bei ihren Durchsuchungen Hinweise auf Straftaten im Zusammenhang mit der Russlandaffäre finden, könnten sie diese an Sonderermittler Mueller weitergeben. "Eine Schande", sei das, sagt Trump. Das Vorgehen der Justiz sei ein "Angriff auf all das, wofür wir stehen", sagte er vor Journalisten im Weißen Haus. Es handle sich um eine "totale Hexenjagd", so der US-Präsident. Darin säßen vor allem Demokraten oder Republikaner, die für Präsident Obama gearbeitet hätten. "Das ist eine absolut voreingenommene Gruppe von Leuten".

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Die Durchsuchungsbefehle gegen Cohen bezogen sich nach Informationen der "New York Times" auf "mehrere Themen", darunter die Pornodarstellerin Stormy Daniels, die mit bürgerlichem Namen Stephanie Cliffort heißt.

Es sollen jedoch auch Steuerunterlagen sowie andere Dokumente beschlagnahmt worden sein - laut "CNN" sogar Bankunterlagen!

Damit rücken die Ermittler dem Präsidenten persönlich sehr nahe: Cohen ist seit Jahren Trumps Anwalt und enger Vertrauter, er beriet ihn in Immobilienfragen und persönlichen Angelegenheiten und war immer zur Stelle, um Trump aus schwierigen Situationen herauszuhelfen.

Cohens Anwalt Stephen Ryan verurteilte die Razzien als "völlig unangebracht und unnötig". Eine schwierige Aufgabe: Die vertrauliche Kommunikation zwischen Anwälten und ihren Mandaten ist auch in den USA in vielen Fällen vor dem Zugriff des Staates geschützt. Mueller ist ermächtigt, auch zu anderen möglichen strafrechtlichen Vorgängen zu ermitteln, auf die er im Zuge seiner Untersuchungen stößt.

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Die "New York Times" mutmaßte, dass die Russland-Affäre wahrscheinlich nicht zu den Themen der Razzia gehört habe.

"Eine Reihe von Durchsuchungsbefehlen", sei ausgeführt worden, wie es Ryan beschrieb.

Nach Informationen der Zeitung "Washington Post" sollen die Ermittler allerdings Dokumente beschlagnahmt haben, die sich auf eine Zahlung Cohens in Höhe von 130.000 Dollar (106.261 Euro) an die Pornodarstellerin Stormy Daniels beziehen. Warum er das getan haben soll, hat er bisher aber nicht erklärt. Sollte es seine Absicht gewesen sein, damit Trumps Wahlkampf zu helfen, könnte es sich möglicherweise um eine illegale Form der Wahlkampffinanzierung gehandelt haben.

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