Merkel: Bestehendes Iran-Abkommen reicht nicht aus, um das Atomprogramm einzudämmen

National Economic Council's Kudlow attends as U.S. President Trump hosts a joint press conference with Japan's Prime Minister Abe in Palm Beach

Küsschen links, Küsschen rechts, ein breites Lächeln. Kurz vor Mittag schüttelten sich die beiden zum Beginn eines kurzen Arbeitsbesuchs die Hand und küssten sich zwei Mal auf die Wangen. Ohne deutsche Unterstützung hätte jeglicher potenzielle neue Deal keine Chance. Beseitigt wurden die transatlantischen Probleme beim Besuch Merkels in Washington jedoch nicht. Er treibt Merkel und Macron und alle anderen westlichen Verbündeten der USA vor sich her. Trump setzt die Agenda.

Natürlich hat die protestantisch-nüchterne Kanzlerin verlauten lassen, dass ihr Pomp und Schmeicheleien ohnehin fremd sind. "Paul's" im Washingtoner Nobelviertel Georgetown einen Cheeseburger mit Speck und Pommes. Zum Vergleich: Fünf Monate zuvor hatte es nach dem Sieg des türkischen Staatschefs Recep Tayyip Erdogan beim umstrittenen Verfassungsreferendum nur wenige Stunden bis zu seiner Gratulation gedauert. Merkel schlug einen Haken und stürmte zu Fuß zurück zu ihrer Herberge. Die vorläufige Befreiung der Europäer von seinen Strafzöllen auf Stahl und Aluminium läuft am Dienstag aus.

Die Europäer müssten ihre Verpflichtungen im Rahmen der Nato erfüllen und zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für Verteidigungszwecke ausgeben, schneidet Trump eines der Konfliktthemen bei der gemeinsamen Pressekonferenz dann an. Das Treffen von Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un und Südkoreas Präsident Moon Jae-in sei ein "erster Schritt auf einem Weg, der hoffentlich hoffnungsvoll geht", sagte sie. "Die Partnerschaft mit den USA ist uns sehr wichtig, auch wenn es gerade Konflikte mit Präsident Trump gib", sagte sie der dpa.

Anders als beim eher frostigen Besuch im März 2017 gaben sich Merkel und Trump beim Fototermin mehrfach vor laufenden Kameras die Hand.

"Der koreanische Krieg endet", hat er in Großbuchstaben getwittert.

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Merkels Art, hinter den Kulissen um die beste Lösung zu ringen, hat derzeit keine Konjunktur.

Damit ist Merkels Mission noch schwierig geworden. Merkel und Macron telefonierten zur Vorbereitung des Besuches der Kanzlerin vorab miteinander.

Washington soll bis zum 12. Mai entscheiden, ob das aktuelle Atom-Abkommen mit dem Iran verlängert werden soll, fügte er hinzu. Trotzdem kommen immer wieder interessante Informationen über die Kanzlerin an die Öffentlichkeit.

Die Atmosphäre zwischen den beiden Regierungschefs hat sich beruhigt, der Ton ist konziliant. "Wir haben uns ausgetauscht". Ja, Deutschland müsse seinen Handelsüberschuss senken, "aber das ist noch ein langer Weg". Es ist eine unausgesprochene Drohung.

Die Stimmung betont freundlich! Merkel verteidigte es, sieht zur Stabilisierung der Region aber weiteren Handlungsbedarf. "Das ist der Washingtoner Sumpf", wettert Trump: "Sie kennen das nicht, Angela".

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Eigentlich hätte die Pressekonferenz im Rosengarten mit schönen Fotomotiven stattfinden sollen.

WashingtonUS-Präsident Donald Trump hat am Freitag Bundeskanzlerin Angela Merkel im Weißen Haus begrüßt. Keineswegs nur, weil Trump mit Macron diese Woche die große Freundschaft inszenierte.

In Deutschland fürchtet eine Mehrheit der Wähler nach dem jüngsten ZDF-Politbarometer schwere Schäden für die deutsche Wirtschaft durch die angekündigten US-Zölle.

Merkels Stab hatte im Vorfeld des Treffens die Kritik aus den USA relativiert: Es stimme, dass ein US-Pkw bei der Einfuhr in die EU mit 10 Prozent, ein EU-Auto in den USA aber nur mit 3 Prozent verzollt werde.

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