USA, Frankreich und Großbritannien attackieren mit Raketen Ziele in Syrien

USA Großbritannien und Frankreich greifen Ziele in Syrien an

US-Präsident Donald Trump sagte in der Nacht auf Samstag, die Angriffe seien die Antwort auf den Einsatz chemischer Waffen durch die syrische Regierung unter Präsident Baschar al-Assad gegen das eigene Volk in der Stadt Duma. US-Verteidigungsminister Jim Mattis sagte, "derzeit" seien keine weiteren Angriffe geplant.

Mit den Angriffen reagierten die drei westlichen Staaten auf den mutmaßlichen Giftgaseinsatz in der syrischen Stadt Duma am 7. April. Aus Armeekreisen hieß es, sechs Soldaten seien bei der Stadt Homs verletzt worden. Es habe lediglich Kommunikation über den regulären Kanal zwischen dem russischen und amerikanischem Militär zur Vermeidung von Zwischenfällen gegeben. UN-Generalsekretär António Guterres warnte vor einer weiteren Eskalation. In diesem Jahr hätten sie im Vorjahresvergleich ums das doppelte so viel Waffen eingesetzt. Es ist das zweite Mal, dass die USA unter Trump die Assad-Regierung direkt angreifen. Es war unklar, ob der US-Präsident damit eine Fortsetzung der am Freitag geführten Militäroperation meinte - was im Widerspruch zu den späteren Aussagen von Mattis stehen könnte. Der Westen macht die Assad-Truppen für den Angriff verantwortlich. Das Eingreifen der USA galt aber als eher symbolisch.

An dem Einsatz nun waren auch vier Flugzeuge der britischen Royal Air Force beteiligt. Es habe "keine gangbare Alternative zum Einsatz der Streitkräfte gegeben", um das syrische Regime vom Einsatz der Chemiewaffen abzuschrecken, sagte die Premierministerin May. Es gehe nicht darum, in einen Bürgerkrieg einzugreifen. "Ich habe deshalb den französischen Streitkräften befohlen einzugreifen".

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Nach Worten des französischen Außenministers Jean-Yves Le Drian zielten die Angriffe der heimischen Luftwaffe in Syrien nicht auf Verbündete Syriens ab.

Trump appellierte in einer Fernsehansprache an Russland und den Iran, ihre militärische Unterstützung für Assad aufzugeben. "Deshalb haben wir mit unseren Verbündeten darauf geachtet, dass die Russen vorher gewarnt werden".

Die Nato befürwortete die Angriffe. Nach Angaben des Pentagon wurden drei Anlagen des mutmaßlichen syrischen Chemiewaffenprogramms angegriffen. "Welche Art von Nation will mit dem Massenmord an unschuldigen Männern, Frauen und Kindern in Verbindung gebracht werden?" fragte er.

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Trump hatte unverhohlen mit dem Angriff gedroht.

Die syrische Armee war seit Tagen in voller Alarmbereitschaft und hatte sich am Mittwoch von weiteren Stützpunkten zurückgezogen.

Die meisten dieser Raketen seien von der syrischen Luftabwehr abgeschossen worden, zitierte die Nachrichtenagentur TASS das russische Verteidigungsministerium. Einen Zeitpunkt für eine Entscheidung über einen möglichen Militärschlag hatte er dabei offengelassen. Aus Armeekreisen hieß es, es seien Dutzende Abwehrraketen abgefeuert worden, unter anderem vom Militärflughafen Al-Schairat. Bei dem Angriff am 7. April waren nach Angaben örtlicher Helfer mehr als 40 Menschen getötet wurden. Mehr als 500 Personen wurden demnach in Krankenhäusern behandelt. OPCW-Experten wollten am Samstag in Syrien mit den Ermittlungen zu dem mutmaßlichen Giftgasangriff beginnen. Ihr Auftrag lautet jedoch nicht, die Verantwortlichen zu ermitteln.

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Russland hatte den Vorfall in Duma als inszenierte Provokation Großbritanniens eingestuft. Die britische UN-Botschafterin Karen Pierce bezeichnete den Vorwurf als "grotesk", "bizarr" und "offenkundige Lüge".

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