Netanyahu: Krieg gegen den Iran "besser jetzt als später"

Wenn es zum Ernstfall kommt will Israel gut gerüstet sein. Deshalb gab es erst vor wenigen Tagen an der Grenze zu Syrien ein umfangreiches Militärmanöver

Sollte Assad iranische Angriffe von Syrien aus zulassen, sei das sein "Ende", sagte er der israelischen Nachrichtenwebsite ynet.

Die Nachricht über einen möglichen Krieg kommt kurz vor der Entscheidung des US-Präsidenten Donald Trump über einen möglichen Ausstieg aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran.

Während der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu und andere Regierungsvertreter darauf bestehen, dass sie keinen Krieg mit dem Iran anstreben, nutzen sie jede mögliche Gelegenheit, um einen solchen Krieg zu befürworten.

Der Atomdeal mit dem Iran wurde im Juli 2015 von den USA, China, Russland, Frankreich, Großbritannien und Deutschland ausgehandelt. Teheran verpflichtet sich darin, für mindestens ein Jahrzehnt wesentliche Teile seines Atomprogramms drastisch zu beschränken, um keine Atomwaffen bauen zu können. Israel sei fest entschlossen, eine dauerhafte militärische Präsenz des Irans in Syrien zu verhindern.

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Sollten die USA aus dem Deal aussteigen, könnte der Iran dies seinerseits auch tun und erneut unbegrenzt Uran anreichern. "Trump wird den Deal entweder ablehnen oder - wenn nicht - weiterhin sabotieren", sagte Ruhani.

Der Iran strebe an, "Marinestützpunkte aufzubauen" sowie U-Boote im Mittelmeer zu stationieren, sagte Netanjahu.

Kurz vor den beiden Vorfällen in Syrien hatte die israelische Armee aus Angst vor einer unmittelbar bevorstehenden Attacke Luftschutzbunker auf den Golanhöhen öffnen lassen und Reservisten der Luftabwehr, des Geheimdienstes und der Heimatfront mobilisiert.

Nach einem Bericht des britischen "Guardian" heuerten Mitarbeiter Trumps im Zusammenhang mit dem Atomdeal im Mai 2017 einen privaten israelischen Geheimdienst für eine Schmutzkampagne an. Anders als die USA wollen die anderen Vertragsparteien an der Vereinbarung festhalten.

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Das zweite Problem wäre mit einer direkten umfassenden Konfrontation zwischen Israel und dem Iran in Syrien verbunden.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier warnt unterdessen vor unkalkulierbaren Folgen eines Endes des Atomabkommens.

Israels Beziehungen zu Russland seien gut, aber Moskau müsse verstehen, dass es für Israel "rote Linien" gebe, polterte Steinitz, der auch Mitglied des israelischen Sicherheitskabinetts ist. In der vergangenen Woche präsentierte er eine Reihe von Dokumenten, die seiner Ansicht nach beweisen, dass Teheran beabsichtigt, sein Atomwaffenprogramm zu einem späteren Zeitpunkt zu reaktivieren.

Das Abkommen basiere auf Lügen Teherans, bekräftigte Israels Regierungschef am Sonntag vor Journalisten.

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Erinnern wir uns: Am 5. Februar 2003 zeigte der damalige US-Außenminister Colin Powell dem UN-Sicherheitsrat eine Power-Point-Präsentation, die LKWs zeigte, in denen der irakische Präsident seine geheimen Chemiewaffenlabors versteckt haben sollte. "Das Letzte, was man darüber sagten kann, ist, dass es alle Wege Irans zur Bombe versperrt - ganz im Gegenteil". Diese Frage könnte also während des Netanjahu-Besuchs in Moskau aufgeworfen werden. "Aber wenn man nichts mit diesem Deal macht, werden wir binnen kürzester Zeit einen Iran mit einem nuklearen Arsenal haben".

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