Schwere Krawalle bei Mai-Demonstration in Paris

Ein Wagen und ein Roller brennen vor einer Autohandlung am 1. Mai in Paris

In Deutschland blieb alles friedlich - doch in Paris haben schwere Ausschreitungen schwarz gekleideter Vermummter die Gewerkschafts-Demonstration zum 1. Mai überschattet. Nach Polizeiangaben marschierten rund 1200 vermummte Demonstranten aus dem links-anarchistischen Lager durch die Straßen der Hauptstadt. Aus ihren Reihen flogen Steine und andere Wurfgeschosse auf die Polizei. Zudem seien ein Restaurant, ein Geschäft und eine Baumaschine beschädigt worden. Auch Brandsätze seien eingesetzt worden. Auf Fernsehbildern waren unter anderem brennende Mülltonnen zu sehen.

Die Polizei ging mit Tränengas und Wasserwerfern gegen die Vermummten vor.

In Paris kamen nach Angaben der Polizei 20'000 Menschen zu dem traditionellen Marsch der Gewerkschaften zum Tag der Arbeit zusammen. Innenminister Gérard Collomb verurteilte "mit Nachdruck" die "Gewalt und Sachbeschädigungen" am Rande der Demonstration zum Tag der Arbeit.

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Ein Auto am Straßenrand in Paris steht in Flammen.

Die Polizei hatte im Vorfeld gewarnt, dass Aktivisten "extremistischer Bewegungen" die traditionelle Kundgebung für Attacken auf Einsatzkräfte und Symbole des Kapitalismus nutzen wollten.

In mehreren Städten Ostdeutschlands verbanden Gewerkschaften die Kundgebungen zum Mai-Feiertag mit Protesten gegen Auftritte rechtsextremer oder rechtspopulistischer Gruppen, so zum Beispiel in Erfurt, Cottbus und Chemnitz.

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Der Vorsitzende der oppositionellen Republikaner, Laurent Wauquiez, sprach von einem "Staatsversagen". "Schreckliche Bilder heute für unser Land", schrieb er auf Twitter. Premierminister Édouard Philippe verurteilte die Gewalttaten.

Am Abend wollen linke Aktivisten ohne behördliche Anmeldung die sogenannte Revolutionäre Demonstration zum 1. Mai in Berlin-Kreuzberg starten. Die Rechtspopulistin Marine Le Pen sprach dagegen von "linksextremen Milizen".

Die gewerkschaftlichen 1. -Mai-Demonstrationen richteten sich in diesem Jahr in Frankreich insbesondere gegen die Reformpolitik von Präsident Emmanuel Macron. Die Kundgebung der CGT und weiterer Gewerkschaften in der Hauptstadt Paris protestierte am Dienstag unter anderem gegen die "Infragestellung sozialer Errungenschaften".

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In Frankreich gab es in den vergangenen Wochen eine Reihe von Streiks und Protesten gegen Reformvorhaben Macrons wie den Umbau der Staatsbahn SNCF. Allerdings traten die großen Gewerkschaftsbünde am Tag der Arbeit erneut nicht geeint auf. Macron hielt sich derweil im australischen Sydney auf.

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