Harleys für die EU bald nicht mehr "Made in USA"

Harley Davidson

Die EU reagiert mit der Einführung von Sonderabgaben auf US-Waren auf die seit dem 1. Juni gültigen US-Strafzölle auf Stahl- und Aluminium-Importe aus Europa. Ausgerechnet die US-Industrie-Ikone Harley Davidson will jetzt Teile ihrer Produktion ins Ausland verlegen. "Überrascht, dass Harley-Davidson von allen Unternehmen das erste ist, das die Weisse Fahne hisst", schrieb Trump am Montag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Diese können dann bis zu 43.000 Euro kosten, denn es muss nun ein Zoll von 31 Prozent gezahlt werden, um 25 Prozentpunkte mehr als vorher.

Der US-Motorradbauer Harley-Davidson will wegen der höheren Zölle in Europa Teile seiner US-Produktion an Standorte im Ausland verlagern. Dadurch soll eine Preiserhöhung für Kunden in Europa vermieden werden, teilte das Unternehmen mit.

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Harley-Davidson schätzt, dass die Motorräder ohne diese Maßnahme in Europa im Schnitt um 2.200 Euro teurer werden würden. Bis die Verlagerung der Produktion binnen 9 bis 18 Monaten über die Bühne geht, werde Harley-Davidson diese Kosten selbst tragen, hiess es. Europa sei mit knapp 40 000 verkauften Harley-Motorrädern im vergangenen Jahr der zweitwichtigste Markt für die Firma nach den USA.

Harley-Davidson besitzt außerhalb der USA Werke in Brasilien, Thailand und Indien. Diese Fabriken sollen nun ausgebaut werden.

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Von den von der EU am vergangenen Freitag in Kraft getretenen Vergeltungszöllen sind auch US-Produkte wie Whiskey, Jeans, Reis und Mais betroffen.

US-Präsident Donald Trump hat den Handelsstreit mit der EU losgetreten.

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Der Handelskonflikt trifft das Unternehmen in einem ungünstigen Moment: Das internationale Geschäft wird für Harley-Davidson immer wichtiger, während die jüngeren Amerikaner weniger Interesse an den Motorrädern zeigen. Die Steuern seien nur eine "Ausrede" des Motorradherstellers, schrieb Trump und forderte "Geduld". Zugleich zeigte sich Trump optimistisch, dass Harley-Davidson am Ende der Verhandlungen gar keine Zölle auf Verkäufe an Kunden in der EU zahlen werde. Im ersten Quartal wuchs der Auslandsumsatz um zwölf Prozent, während die US-Erlöse stagnierten.

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