Naidoo wehrt sich vor Gericht gegen Antisemitismus-Vorwürfe

Xavier Naidoo im Landgericht Regensburg | Bild BR  S. Grosser

Unter anderem wegen seiner Songtexte wurde Soul-Sänger Xavier Naidoo immer wieder des Antisemitismus bezichtigt - jetzt setzt er sich dagegen zur Wehr. Viele entdecken darin Anspielungen und Codes. Entweder hat Naidoo direkt etwas Antisemitisches gesagt, oder eben nicht.

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Sänger Xavier Naidoo sieht sich seit längerem dem Vorwurf des Rechtspopulismus ausgesetzt. Das Landgericht Regensburg muss heute über diese Frage entscheiden. Den Vorwurf antisemitischer Ressentiments wies er im Gerichtssaal zurück. Naidoo erwirkte daraufhin eine vorläufige Verfügung, dass diese Äußerung zu unterlassen sei. Das Urteil soll laut ‚VIP.de' Mitte Juli fallen.

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Am Ende der Verhandlung ist dem Vorsitzenden Richter eines klar: Die beiden Parteien haben unterschiedliche Auffassungen von Antisemitismus. Das Gericht befasst sich nun mit der Auslegung des Begriffes "Antisemitismus".

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Die Beklagte hingegen vertritt den Standpunkt, es sei von der Meinungsfreiheit gedeckt, dass sie den Sänger als "Antisemiten "bezeichnet hat - schließlich verwende Naidoo in seinen Liedtexten antisemitische Codes und Chiffren". Auch sein Song "Marionetten", in dem er offen Politiker kritisiert, sorgte für Furore. Am Tag der Deutschen Einheit 2014, dem 3. Oktober, sprach er in Berlin bei einer Demonstration der sogenannten Reichsbürger, die die staatliche Ordnung in Deutschland ablehnen. Bereits 2015 hatte Naidoo in einem Statement auf der Website des NDR betont: "Mit meinem ganzen Wesen stehe ich für ein weltoffenes und gastfreundliches Deutschland und einen respektvollen Umgang miteinander".

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