Trump plant neue Zölle auf Waren aus China

Chinesen verhängen Strafzölle auf 545 Produkte

Der US-Präsident nannte den Schritt eine Vergeltungsmaßnahme.

China reagierte mit der Ankündigung von eigenen Zöllen von 25 Prozent auf 659 US-Produkte wie Fleisch, Gemüse, Soja, Whiskey, Tabak und Autos. Aus den USA gelangten dagegen nur Produkte im Wert von 130 Milliarden Dollar nach China.

Eine Sprecherin von Lighthizer sagte, die neue Liste ersetze eine Aufstellung von chinesischen Waren im Volumen von 100 Milliarden Dollar, die Trump im April für einen solchen Fall in Auftrag gegeben hatte. Und erste Auswirkungen sind bereits zu erkennen. Eine Ausnahme dürfte es geben: Trump soll Apple-Chef Tim Cook zugesichert haben, dass die US-Regierung keine Zölle auf die in China gefertigten iPhones erheben wird, so die "New York Times".

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Auch deutsche Firmen drohen Industrievertretern zufolge in den Handelsstreit zwischen den USA und China hineingezogen zu werden, weil sie in beiden Ländern viele Niederlassungen haben und Waren direkt aus den USA nach China oder in die entgegengesetzte Richtung verkaufen - ohne über Deutrschland zu gehen.

Zur Begründung hieß es, die Zölle träten in Kraft, "wenn China sich weigert, seine Praktiken zu ändern und auch wenn es darauf besteht, seine jüngst angekündigten neuen Zölle umzusetzen". Das US-Vorgehen von "extremem Druck und Erpressung" weiche von dem Konsens ab, den beide Seiten in mehreren Verhandlungsrunden erzielt hätten, hieß es am Dienstag in einer Erklärung auf der Internetseite des chinesischen Handelsministeriums. Sollten sie sich weiterhin so verhalten, würden Gegenmaßnahmen folgen. Auf Importe im Wert von 200 US-Dollar soll demnach ein Aufschlag von zehn Prozent anfallen. Der US-Präsident hatte am Freitag Strafabgaben auf chinesische Waren im Wert von 50 Milliarden Dollar verkündet und eine prompte Reaktion aus China erhalten. Dann ordnete Trump Zölle von 25 Prozent auf mehr als 800 chinesische Waren an - darunter Autos sowie Industrie- und High-Tech-Güter.

Im Handelsstreit der beiden größten Volkswirtschaften ist damit eine neue Eskalationsstufe erreicht.

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Peking (Reuters) - China hat verärgert auf die neue Zoll-Drohung von US-Präsident Donald Trump reagiert und angekündigt, sich zu wehren.

Experten befürchten ernsthafte Konsequenzen für die Weltwirtschaft.

Trump ist dieses Handelsdefizit ein Dorn im Auge. Dollar. Die meisten sollen ab 6. Juli gelten. Die Trump-Regierung erhob im Rahmen der "America first"-Politik kürzlich auch Zölle auf Einfuhren von Aluminium und Stahl aus der EU, Kanada und Mexiko, was die Führung der Länder verärgerte und zu einem sehr kalten G7-Gipfel in Kanada Anfang dieses Monats führte".

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