Ryanair darf Laudamotion übernehmen — EU-Wettbewerbshüter

Ob nun Ryanair oder Lufthansa die Wahrheit oder aber die Unwahrheit sagt ist nicht feststellbar

Da auch bei der Eurowings Gruppe aktuell Bedarf an Flugzeugen besteht, hat Lufthansa von ihrem mit Laudamotion für den Fall eines Vertragsverstoßes vereinbarten Kündigungsrecht Gebrauch gemacht und die Leasingverträge für neun Flugzeuge aufgrund nicht erfolgter Zahlung gekündigt.

Über die Kündigung der Leasingverträge ist an einem Gericht in London mittlerweile ein Verfahren anhängig.

Für Ryanair ist die Kündigung ein weiterer Versuch, "Laudamotion zu destabilisieren und zu schaden". Die österreichische Tochter werde vom Vorgehen der Lufthansa bedroht und destabilisiert, warnte Ryanair. Laudamotion ist Marktführer ab Düsseldorf nach Mallorca auf den von Niki übernommenen Flugstrecken, weil Niki wiederum die früheren Air-Berlin-Strecken übernommen hatte.

Das Vorhaben gebe keinen Anlass zu wettbewerbsrechtlichen Bedenken und werde ohne Auflagen erlaubt, teilte die zuständige EU-Kommission am Donnerstagabend mit. Ryanair stellt zehn Maschinen, und nur deshalb sei Laudamotion in der Lage, den Flugbetrieb im Sommer aufrecht zu erhalten.

Laudamotion wurden alle Flugzeuge, die von der EU-Derogation-Entscheidung erfasst waren, von Lufthansa zum Kauf angeboten. Die Auslieferung einiger Flugzeuge, zu der die Lufthansa sich verpflichtet habe, verzögere sich bis nach der Sommersaison 2018, was die Möglichkeiten von Laudamotion weiter einschränkt, Slots zu bedienen und Flüge sowie Services für den Sommerflugplan 2018 anzubieten. Nun kann Ryanair bei Laudamotion auf 75 Prozent aufstocken.

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Die Erzkonkurrenten Lufthansa und Ryanair streiten um die bei Laudamotion gelandeten Flugzeuge der früheren Air-Berlin-Tochter Niki. Umso mehr erstaunte dann, als Lauda im März ankündigte, 75 Prozent der Anteile an Europas größten Billigflieger Ryanair zu verkaufen.

Der deutsche Luftfahrtkonzern wolle dem Ferienflieger aus Österreich neun Flugzeuge wieder wegnehmen, beklagte Ryanair.

Die Behauptungen entbehren jeder Grundlage, erklärt die Lufthansa. Das bestreitet Ryanair, man habe ein Flugzeug nicht vereinbarungsgemäß übergeben, zudem seien die Leasingraten überteuert.

Der schon länger schwelende Streit um die Flugzeuge gewinnt an Schärfe vor dem Hintergrund des stark wachsenden Luftverkehrs im Sommer und der notorischen Knappheit an Maschinen. Die EU-Kommission erklärte auf Anfrage unserer Redaktion, den Streit nicht kommentieren zu wollen. Am Ende erwarb Niki Lauda Niki und integrierte sie bei seiner Marke Laudamotion, nachdem er für eine "österreichische Lösung" der früher von ihm gegründeten Niki geworben hatte. Zehn Maschinen im Besitz der Lufthansa fliegen bislang im Dienst der Ryanairtochter Laudamotion. Ein Verhandlungstermin ist für den 20. Juli angesetzt.

Eine Laudamotion-Sprecherin verwies zu diesem Thema an Ryanair, wo es hieß, dass man durch den Streit mit Lufthansa das Fortbestehen von Laudamotion bedroht sehe.

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Der neue Laudamotion-Eigner Ryanair wandte sich heute, Freitag, an die EU-Kommission. Die EU-Wettbewerbsaufsicht solle weitere Versuche der Lufthansa unterbinden, den Wettbewerb zu beeinträchtigen. Auch von Laudamotion bzw.

Gründer Niki Lauda stach später IAG als Bieter aus und kaufte im Januar den von ihm ins Leben gerufenen Carrier zurück.

Nach der Übernahme der Fluggesellschaft Laudamotion in Wien durch Ryanair zieht die AUA-Mutter Lufthansa die Daumenschrauben an.

Die Begründung: "Laudamotion ist den vertraglich vereinbarten Zahlungsverpflichtungen zuletzt zum wiederholten Male nicht wie vereinbart nachgekommen", erklärt die Lufthansa. Die irische Ryanair beschuldigte ihrerseits die Deutschen, mit Zahlungen säumig zu sein, für Flüge, die Laudamotion im März, April und Mai für die Lufthansa bedient habe.

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