Aufregung nach Musk-Tweets: Soll Tesla von der Börse genommen werden?

Elon Musk bei Präsentation des Projekts SpaceX Hyperloop

In einem Tweet kündigte Elon Musk, Vorstandschef und Gründer von Tesla, am Dienstag an, er wolle aus dem Autobauer ein privates Unternehmen machen und es so von der Börse nehmen. Zu diesem Zeitpunkt stand der Kurs bei gut 367 Dollar. Tesla veröffentlichte das Schreiben unter dem maximalen Druck der Finanzmärkte, denn der schillernde Tech-Milliardär hatte mit seinen Tweets zuvor ein solches Chaos an der Börse ausgelöst, dass der Handel mit der Aktie zwischenzeitlich gestoppt wurde.Die Turbulenzen begannen zunächst relativ harmlos mit einem Bericht der "Financial Times": Demzufolge ist Saudi-Arabien mit seinem Staatsfonds in großem Stil bei Tesla eingestiegen und hält mittlerweile drei bis fünf Prozent an Musks Firma. Musk sagte, er wolle dabei allerdings nicht die bisherigen Tesla-Aktionäre ausschließen, sondern ihnen über einen Fonds die Möglichkeit geben, weiter Anteile des E-Autobauers zu halten.

Musk bekräftigte gegenüber der Belegschaft, was er zuvor schon bei Twitter ausgeführt hatte: Gehe es nach ihm, so sollten alle Investoren eine Wahl erhalten und entweder zum Preis von 420 Dollar verkaufen oder ihre Aktien behalten können, falls Tesla privatisiert werden sollte. Er schreibt zwar, dass die Finanzierung gesichert sei.

Die Technologie-Börse Nasdaq, an der Teslas Papiere gehandelt werden, zog am Nachmittag (Ortszeit) angesichts der Kursschwankungen rund um das Tweet-Gewitter die Notbremse und setzte den Handel aus. Für Irritation sorgte auch eine weitere Kurznachricht, in der es lediglich "Guten Morgen" hieß - ergänzt um ein Smiley-Zeichen. In einer E-Mail, die im Firmen-Blog veröffentlicht wurde, bestätigte Musk gegenüber den Tesla-Mitarbeitern seine Planspiele und erklärte seine Beweggründe. Musk schrieb nicht nur, die Finanzierung für einen Deal, Tesla von der Börse zu nehmen, sei gesichert. Wenn die Entwicklung von Tesla ruhigere Fahrwasser erreicht habe und Teslas Wachstum besser voraussagbar sei, könne es wahrscheinlich Sinn machen, an die Börse zurück zu kehren, so Musk. "Als börsennotiertes Unternehmen sind wir wilden Schwankungen unseres Aktienkurses ausgeliefert, die eine große Ablenkung für alle sein können, die bei Tesla arbeiten".

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Die vierteljährlichen Quartalsberichte würden Tesla zudem einem enormen Druck aussetzen, die Entscheidungen, die für die gute langfristige Entwicklung von Tesla erforderlich seien, erschweren würden. Bei einer Telefonkonferenz sorgte er für einen Eklat, indem er Fragen von Analysten als "langweilig" und "nicht cool" ablehnte. Zwar hätte Musk gemeinsam mit anderen Grossaktionären - hier könnten etwa die Saudis ins Spiel kommen - ordentlich Gewicht.

Doch insgesamt schien es, als reagierte Musk in den letzten Monaten, in denen sich Tesla schwer damit tat, seine ambitionierten Produktionsziele beim Hoffnungsträger Model 3 zu erreichen, zunehmend gereizt auf Kritik.

Das ist ein klarer Seitenhieb gegen die vielen Finanzspekulanten, die auf Teslas Niedergang wetten. Die Produktion des ersten günstigeren Teslas für die breite Masse kostet viel und lief bislang noch nicht wie erhofft. Musk will also weiterhin das Geld seiner Fans und Aktionäre, ihnen aber künftig deutlich weniger Informationen geben. Musk wies dies bisher stets zurück und versprach Anlegern sogar, dass die bisher verlustreiche Firma bald profitabel wird.

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Bei einer Präsentation seiner Tesla-Geschäftszahlen im Mai 2018 stellten Analysten Fragen - oder versuchten es jedenfalls, wie das amerikanische Magazin The Atlantic berichtete. Daraufhin habe der Staatsfonds sich mit Hilfe der Großbank JPMorgan am Markt mit den Papieren eingedeckt. Er orakelte auch, dass Aktionäre ihre Anteile mit großem Aufschlag veräußern können sollten.

Haben Sie Lust, jemanden kennenzulernen, der Fragen ganz anders beantwortet als Sie? Details blieben aber aus. Mit seinen Tweets hat der Tesla-Chef den Aktienkurs soweit angetrieben, dass der Börsenwert der Firma im Handelsverlauf zeitweise um rund sieben Milliarden Dollar anstieg. Für den Tesla-Chef könnte all das noch Konsequenzen haben. "Aber wenn er dies nicht belegen kann, riskiert er einen grossen Rechtsstreit". Doch auch nach Musks ausführlicher Erklärung bleibt vieles im Unklaren. Und könnte so ein finanzieller Kraftakt überhaupt gelingen?

Mit einem solchen Schritt würde Tesla aus dem grellen Schweinwerfer der Wall Street genommen. Schließlich gibt er den Aktionären zu verstehen: 420 Dollar sind so gut wie garantiert.

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