Bahn saniert ab 2019 alte ICE-Routen - Strecken monatelang gesperrt

Die Bahn will in den nächsten drei Jahren zwei Hauptstrecken komplett sanieren.

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Es geht um die beiden ICE-Strecken Mannheim-Stuttgart und Hannover-Würzburg, wie das Unternehmen mitteilte. Während der Arbeiten vom 11. Juni bis zum 14. Dezember 2019 fahren die ICE-Züge über die alte Strecke. Die längere Reisezeit solle den Kunden mit "besonderen kleinen Aufmerksamkeiten" versüßt werden. Damit werden Reisende etwa von Hamburg nach Frankfurt oder Berlin nach Frankfurt, die über die Ausweichstrecke fahren, auch länger unterwegs sein: Die Verspätung wird unterwegs nicht wieder aufgeholt. Betroffen ist auch die Strecke Stuttgart-Mannheim. 2022 ist dann Fulda-Würzburg an der Reihe und 2023 Kassel-Fulda.

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Die Bahn warb um Verständnis für die Serie von Großbaustellen.

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Die Strecke ist laut Bahn seit ihrer Eröffnung im Jahr 1991 im Dauerbetrieb. Täglich seien auf der 327 Kilometer langen Trasse zwischen Hannover und Würzburg 110 Fernzüge mit etwa 42.000 Reisenden unterwegs - dazu im Durchschnitt 26 Güterzüge. Noch höher ist Belastung auf den 99 Kilometern von Mannheim nach Stuttgart: Dort verkehren jeden Tag 185 Fernzüge mit 66.000 Fahrgästen, hinzu kommen 24 Güterzüge. Die übliche regelmäßige Instandhaltung reiche nun nicht mehr aus. "Wir müssen jetzt grundlegend ran, um die Qualität der Schnellfahrstrecke für künftige Generationen weiter gewährleisten zu können", sagte der Leiter des Sanierungsprojekts Hannover-Würzburg, Hannes Tesch, deutlich. Bei den Bauarbeiten sollen Gleise, Weichen, Schotter sowie die Oberleitungsmasten und die Strom- und Sicherungstechnik erneuert werden. Auf den Umleitungsstrecken können nach Angaben der Bahn weniger Züge eingesetzt werden als sonst üblich. Für die Arbeiten zwischen Hannover und Göttingen seien Kosten von 175 Millionen Euro veranschlagt. Die Sanierung der gesamten Strecke von Hannover nach Würzburg soll rund 640 Millionen Euro kosten. Da es sich um eine sogenannte Ersatzinvestition handelt, übernimmt der Eigentümer Bund die Kosten fast vollständig, wie ein Bahnsprecher erläuterte. Inhaber von Zeitkarten und der Bahncard 100, die zu Fahrten auf dem gesamten Netz berechtigt, sollen finanziell entschädigt werden. In welchem Umfang das geschieht, steht noch nicht fest, so das Unternehmen.

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