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Der Elektro-Smart wird erwachsen – Vergleich Smart ED 2nd & 3rd

Elektroautos

Der Elektrosmart wird erwachsen – Vergleich Smart ED 2nd & 3rd Etwa 17 Jahre ist es her, dass schon einmal ein Elektro-Smart in Aussicht gestellt wurde. Jetzt, bereits vor dem 18. Jahrestag dieser Ankündigung, wird er endlich Volljährig!

Ja, mit dem neuen Elektro-Smart scheint es Daimler diesmal durchaus ernst zu meinen. Nach zwei vorangegangenen Evaluationsserien, wird es aber auch höchstens Zeit, das zweisitzige Stadtfahrzeug serienmäßig mit einem Elektroantrieb auszustatten, für den es seinerzeit Ende der Neunziger eigentlich konzipiert wurde. Die Produktion des neuen Smart fortwo electric drive (ED) läuft am Produktionsstandort Hambach bereits auf Hochtouren und ab September können die ersten Kunden mit der Auslieferung rechnen.

Typischerweise werden darunter sicherlich viele gewerbliche Kunden sein, die den Kleinstwagen als Liefer- und Marketingvehikel nutzen und Ihre Hausaufgaben gemacht haben. Denn schaut man sich die zu erwartenden Gesamtkosten über die Nutzungsdauer einmal genauer an, so kann sich der Smart ED durchaus mit seinen dieselgetriebenen Brüdern messen. Bedenkt man den Umstand, dass die traditionellen Kraftstoffe in naher Zukunft weitere Preiserhöhungen erleben werden und das bei einem Elektroauto Wartungsaufwände wie bei Ölwechsel und Bremssysteme günstiger sind, bzw. komplett wegfallen, dürfte die Rechnung auch bei vielen Privatnutzern aufgehen.

Was dem Stadt-Individualisten dabei auch gefallen dürfte, ist die Tatsache, dass der Smart ED in der Grundversion bereits der Passion-Ausstattung entspricht und genauso beliebig bunt konfiguriert werden kann, wie jeder anderer Smart auch – auf Wunsch auch mit allen Optionen aus dem smart BRABUS tailor made-Programm. Ab 18.910 Euro, zuzüglich 65 Euro für die Batterie, kann der Elektrosmart bestellt werden. Je nach Extras wird’s natürlich deutlich teurer. Besonders interessant ist das optionale Schnellladegerät, das gegenüber dem Standard-Ladegerät mit der sechsfachen Ladeleistung von 22 kW zu einer Ladezeit von unter einer Stunde führt. Konkret bedeutet dies für den Fahrer, dass er pro Stunde Ladezeit etwa eine Reichweite von 150 km laden kann. Leider ist dieses nützliche Extra kein Standard sondern schlägt mit 2.900 Euro extra zu Buche.

Wattgehtab hatte die Möglichkeit den neuen Smart bereits zu fahren und konnten ihn mit seinem Vorgänger vergleichen. Das Vorgängermodell, der Smart ED 2nd Phase, wurde insgesamt 2.000-mal gebaut und konnte nur geleast werden. Etwa 630 dieser frühen Elektro-Smarts fahren zurzeit z.B. in der car2go-Flotte.

Noch bevor man den ersten Meter gefahren ist fällt auf, dass das Display deutlich mehr Informationen liefert als bisher. Der Reisecomputer ist ab sofort Standard. Beim Losfahren rollt der Smart zudem jetzt langsam alleine los, so wie man es von Automatikfahrzeugen gewohnt ist. Dies endlich auch wirklich geräuschlos. Das sogenannte „Zwitschern“ des alten Antriebes konnte doch etwas lästig sein. Neben der totalen Ruhe hat der Antrieb aber auch sonst reichlich an Qualitäten gewonnen: Mit 55 kW Spitzenleistung bietet der aus dem Joint-Venture mit Bosch stammende Motor fast doppelt so viel Leistung wie bisher. Dies wiederum lässt sich in den Beschleunigungswerten ablesen: bei 0-60 km/h kam es zu einer Verbesserung von 6,5 auf 4,8 Sekunden; bei 0-100 km/h sind es nicht mehr die 26,7 Sekunden sondern nur noch 11,5 Sekunden. Und das macht wirklich Spaß. Wie viel Spaß diese Beschleunigungswerte in der Stadt machen können, soll unser nicht ganz ernst gemeintes Vergleichsvideo verdeutlichen, das wir zusammen mit dem Kollegen von greenmotorsblog.de aufgenommen haben.

E-Motor (Maschinentyp)

Permanentmagnet-Synchronmotor von EM-motive

Dauerleistung [kW]

35

Spitzenleistung [kW]

55

Drehmoment max. E-Motor 1 [Nm]

130

Batterie

Lithium-Ionen Batterie der Deutschen ACCUmotive

Batteriekapazität [kWh]

17,6

Höchstgeschwindigkeit [km/h]

> 120

Beschleunigung 0-60 km/h [s]

4,8

Beschleunigung 0-100 km/h [s]

11,5

Reichweite [km] (NEFZ)

145

Stromverbrauch kombiniert in kWh/100 km:

15,1 [h]

(mk/wattgehtab.com)

Deutsche Regierung startet Elektroauto-Offensive

Politik und Förderprogramme

 Deutschland soll nach dem Willen von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) bei der Elektromobilität "Weltspitze" werden. "Mein Ziel ist es, das wir in Deutschland in Zukunft die besten Elektroautos der Welt bauen", sagte Ramsauer am Freitag zum Abschluss der Verkehrsministerkonferenz in Heidelberg.

"In zehn Jahren wollen wir eine Million Elektrofahrzeuge auf deutschen Strassen haben", sagte der Minister. Die Entwicklung der Elektromobilität werde aus staatlichen Mitteln mit rund 1,4 Milliarden Euro gefördert. Rund 700 Millionen Euro bringe die deutsche Wirtschaft dafür auf.

ADAC Misstöne: Die E-Mobil-Branche reagiert prompt

Politik und Förderprogramme

Testsieger im ADAC Eco-Test2012: Renault Fluence

Der ADAC testete kürzlich einige Autos, darunter auch Elektrofahrzeuge auf ihre Schadstofferzeugung und Ökobilanz. Erstaunlicherweise befand sich ein Elektrofahrzeug, der Volvo C30, nicht unter den Besten. Lediglich der Renault Fluence gelangte dabei auf das Siegertreppchen. Die Interpretation des ADAC-Vizepräsidenten brachte zusätzlich Verwirrung bei den Experten. Indes reagierte die Branche, hier stellvertretend der Bundesverband Solare Mobilität e.V. (BSM), prompt und mit mehr Sachlichkeit und Aufklärung an der Zivilgesellschaft, als man sonst von einem Verein wie dem ADAC erwartet hätte.

Der BSM reagierte zusammengefasst wie folgt:

Der elektrische Antriebsstrang bleibt bei allen derzeitigen technologischen Bemühungen und denen der vergangenen 100 Jahre anderer Antriebe der mit Abstand effizienteste bei der Umsetzung von Energie in Bewegung.

Wann immer die Öko-Bilanz von elektrischen Fahrzeugen mit Verbrennern verglichen wird, schneiden Emobile aufgrund ihrer Effizienz sehr gut ab. Beim aktuellen EcoTest des ADAC wurden acht Fahrzeuge unter die Lupe genommen, und auch hier belegt ein Elektroauto, der Renault Fluence Z.E., den Spitzenplatz. Dabei ist bemerkenswert, dass Elektro-Fahrzeuge nicht automatisch jeden Vergleich gewinnen. Der Volvo C30 landete auf dem fünften Rang. Allerdings müssen die Voraussetzungen und Annahmen dieser Untersuchungen schon speziell formuliert werden, damit die sparsamsten Benziner überhaupt eine Chance haben.

Der ADAC-Vizepräsident Thomas Burkhard interpretierte das Ergebnis auf seine Weise: "Der Dreck entsteht zwar nicht am Auspuff, sondern am Kraftwerk, aber wo die CO2-Emissionen entstehen, ist der Umwelt völlig egal!" Unter diesem Aspekt müsste natürlich auch die Öl-Erzeugung mit in die CO2-Bilanz einfließen. Dann sähe es für alle Verbrennungsantriebe einschließlich Hybride ganz düster aus: Bei einem realistischen Vergleich kann nicht die Stromerzeugung global, aber der Benzinverbrauch lediglich lokal am Auspuff betrachtet werden.

Von Zero Emission gehen auch die OEMs aus

E-Mobilisten unterstützen gerade nicht den Ausbau von Kohlekraftwerken, sondern bemühen sich, Strom aus erneuerbaren Energien zu laden. Der Bundesverband Solare Mobilität (BSM), mit über 22 Jahren ältester Verband der Elektromobilität und mit einer großen Zahl tatsächlich elektrisch fahrender Mitglieder, kann sich hier ein Urteil erlauben. Sein Vorsitzender Thomic Ruschmeyer ergänzt: "Elektromobilität schöpft sein Umweltpotential natürlich erst dann vollumfänglich aus, wenn regenerative Energiequellen zum Einsatz kommen, das ist doch spätestens seit den Versuchen auf Rügen in den 90er Jahren klar. Deshalb haben wir das in unserer Namensgebung - entgegen den Lippenbekenntnissen anderer - unverkennbar zum Ausdruck gebracht". Dieselbe Annahme treffen übrigens die Automobilkonzerne selbst, wenn sie bei der Berechnung des CO2-Flottenmixes die elektrischen Fahrzeuge mit null Kohlendioxid ansetzen und unabhängig von der Art des Strombezuges sich diese „0“ auf ihren Flottenverbrauch anrechnen lassen.

Schlecht gerechnet

In der letzten Zeit gab es gelegentlich Meldungen, wonach elektrische Fahrzeuge nicht so umweltfreundlich seien, wie immer behauptet wird. Dabei werden die offensichtlichen Vorteile stets außer Acht gelassen: Das elektrische Auto erzeugt im Stau und an der Ampel auch ohne teure Automatikprozedur (Start-Stop) weder Lärm noch Abgase, und die verwendete Energie landet auf der Straße und nicht zu zwei Dritteln in Wärme, wie es beim Benzin-/Dieselmotor der Fall ist. Außerdem verbessert sich die Ökobilanz eines Elektrofahrzeuges im Laufe der Zeit, weil der Anteil erneuerbarer Energien am Strommix stetig zunimmt. Dagegen wird der ohnehin miserable Wirkungsgrad des Ottomotors mit zunehmendem Alter des Fahrzeugs durch den Verschleiß der vielen mechanischen Teile immer schlechter. Wenn das Elektrofahrzeug dann auch noch mit heimischen, erneuerbaren Energien betrieben wird, bleibt das Geld und damit die Wertschöpfung im Lande und fließt nicht für importiertes Öl in politisch eher unsichere Länder. Diese Liste ließe sich beliebig weiter fortsetzen.

Der Fahrer macht den Unterschied

Nachdem mittlerweile schon Reichweite (Bedarfsanalyse), Preis (Vollkostenrechnung) und Sicherheitsbedenken keine ernsthaften Einwände gegen die Elektromobilität mehr darstellen, gelangen nun die genannten Vorzüge des elektrischen Antriebs auf den Prüfstand. In die Ökobilanz des E-Mobils wird jetzt seine Herstellung und vor allem die der Batterie einbezogen sowie das Laden mit konventionellem Strommix. Das Verhalten des Nutzers bleibt dabei bedauerlicherweise außer Acht. Aber gerade da ließe sich feststellen, dass sich Eigentümer von elektrischen Fahrzeugen meist aus Gründen des Umweltschutzes für diese Antriebsart entscheiden und deshalb auch grünen Strom bevorzugen. Anders als bei Tankstellen mit fossilen Kraftstoffen kann man beim Laden bewusst entscheiden, wo der Strom herkommt, denn ein moderner „EMobilist“ fährt generell bewusster und auch nur, wenn es notwendig ist. Gleichzeitig ist er damit also sehr viel kostengünstiger unterwegs.

ADAC-Vize Burkhard bemängelte die sonst üblichen Testbedingungen, die Fahren ohne Licht, Scheibenwischer oder Heizung bzw. Klimaanlage vorsahen, zu Recht als "wenig realistisch". Das gilt aber ebenso für vorgewärmte Verbrennungsmotoren, moderate Beschleunigungszyklen oder Start-Stop-Prozeduren, die unsere täglichen Kurzstrecken zur Arbeit oder zu Einkäufen nicht abbilden. Trotzdem gewann auch unter diesen denkbar schlechtesten Voraussetzungen der elektrische Renault Fluence.

Vom verbrauchsarm schöngefärbten Heizgerät zum effizienten Bewegungstrainer

Der EcoTest des ADAC hat außerdem gezeigt, dass die Herstellerangaben hinsichtlich des Spritverbrauchs bis zu 50% von den gemessenen Werten abweichen und für den normalen Alltag mit vielen Kurzstrecken, Kaltstarts und innerstädtischen Stop&Go-Verkehr weit entfernt von der Realität liegen. Die absoluten Verbrauchswerte unserer konventionellen Autos haben sich in den letzten Jahrzehnten kaum verändert. Schon in den 70er Jahren gab es Pkw, die mit 6 bis 7 Litern auf 100 km auskamen. Viel weniger schaffen aktuelle Modelle auch nicht. Wenn man berücksichtigt, dass davon 4 bis 5 Liter für das Produzieren von Wärme verwendet werden, wird der enorme Spielraum bei der Effizienz deutlich. Bereits heute verfügbare Elektroautos fahren ohne einschränkende Fahrweise schon mit einem Benzinäquivalent von durchschnittlich 1,5 l/100km.

Wie bei allen Ökobilanzen kommt es selbstverständlich auch darauf an, welche Energie eingesetzt wird, hier also, wo der verwendete Strom herkommt. In Deutschland haben sich dafür sogenannte Gold-Labels für die Ökostromerzeugung bzw.-verwendung etabliert. Deren überzeugendsten Vertreter wie Naturstrom AG, Ewerke Schönau oder Greenpeace Energy achten darauf, dass durch den Tarif soviel Investitionen in neue heimische Kapazitäten getätigt werden wie Kundenstrom verbraucht wird.

(lp/wattgehtab.com)


Der elektrische Antriebsstrang bleibt bei allen derzeitigen technologischen Bemühungen und denen der
vergangenen 100 Jahre anderer Antriebe der mit Abstand effizienteste bei der Umsetzung von Energie in
Bewegung.
Wann immer die Öko-Bilanz von elektrischen Fahrzeugen mit Verbrennern verglichen wird, schneiden EMobile
aufgrund ihrer Effizienz sehr gut ab. Beim aktuellen EcoTest des ADAC wurden acht Fahrzeuge unter
die Lupe genommen, und auch hier belegt ein Elektroauto, der Renault Fluence Z.E., den Spitzenplatz. Dabei
ist bemerkenswert, dass Elektro-Fahrzeuge nicht automatisch jeden Vergleich gewinnen. Der Volvo C30
landete auf dem fünften Rang. Allerdings müssen die Voraussetzungen und Annahmen dieser
Untersuchungen schon speziell formuliert werden, damit die sparsamsten Benziner überhaupt eine Chance
haben.
Obwohl ein Elektrofahrzeug den ersten Platz belegt, interpretiert der ADAC-Vizepräsident Thomas Burkhard
das Ergebnis auf seine Weise: "Der Dreck entsteht zwar nicht am Auspuff, sondern am Kraftwerk, aber wo die
CO2-Emissionen entstehen, ist der Umwelt völlig egal!" Unter diesem Aspekt müsste natürlich auch die Öl-
Erzeugung mit in die CO2-Bilanz einfließen. Dann sähe es für alle Verbrennungsantriebe einschließlich
Hybride ganz düster aus: Bei einem realistischen Vergleich kann nicht die Stromerzeugung global, aber der
Benzinverbrauch lediglich lokal am Auspuff betrachtet werden.
Von Zero Emission gehen auch die OEMs aus
E-Mobilisten unterstützen gerade nicht den Ausbau von Kohlekraftwerken, sondern bemühen sich, Strom aus
erneuerbaren Energien zu laden. Der Bundesverband Solare Mobilität (BSM), mit über 22 Jahren ältester
Verband der Elektromobilität und mit einer großen Zahl tatsächlich elektrisch fahrender Mitglieder, kann sich
hier ein Urteil erlauben. Sein Vorsitzender Thomic Ruschmeyer ergänzt: "Elektromobilität schöpft sein
Umweltpotential natürlich erst dann vollumfänglich aus, wenn regenerative Energiequellen zum Einsatz
kommen, das ist doch spätestens seit den Versuchen auf Rügen in den 90er Jahren klar. Deshalb haben wir
das in unserer Namensgebung - entgegen den Lippenbekenntnissen Anderer - unverkennbar zum Ausdruck
gebracht". Dieselbe Annahme treffen übrigens die Automobilkonzerne selbst, wenn sie bei der Berechnung
des CO2-Flottenmixes die elektrischen Fahrzeuge mit null Kohlendioxid ansetzen und unabhängig von der Art
des Strombezuges sich diese „0“ auf ihren Flottenverbrauch anrechnen lassen.
Schlecht gerechnet
In der letzten Zeit gab es gelegentlich Meldungen, wonach elektrische Fahrzeuge nicht so umweltfreundlich
seien, wie immer behauptet wird. Dabei werden die offensichtlichen Vorteile stets außer Acht gelassen: Das
elektrische Auto erzeugt im Stau und an der Ampel auch ohne teure Automatikprozedur (Start-Stop) weder
Lärm noch Abgase, und die verwendete Energie landet auf der Straße und nicht zu zwei Dritteln in Wärme, wie
es beim Benzin-/Dieselmotor der Fall ist. Außerdem verbessert sich die Ökobilanz eines Elektrofahrzeuges im
Laufe der Zeit, weil der Anteil erneuerbarer Energien am Strommix stetig zunimmt. Dagegen wird der ohnehin
miserable Wirkungsgrad des Ottomotors mit zunehmendem Alter des Fahrzeugs durch den Verschleiß der
vielen mechanischen Teile immer schlechter. Wenn das Elektrofahrzeug dann auch noch mit heimischen
erneuerbaren Energien betrieben wird, bleibt das Geld und damit die Wertschöpfung im Lande und fließt nicht
für importiertes Öl in politisch eher unsichere Länder. Diese Liste ließe sich beliebig weiter fortsetzen.
Bundesverband Solare Mobilität e.V.
Wilhelmstraße 92, 10117 Berlin / berlin@bsm-ev.de / +49-30-3266 2998
Matthias Breust
Bundesverband Solare Mobilität
Öffentlichkeitsarbeit
m.breust@bsm-ev.de
0170-540 32 96
030-3266 2998
Der Fahrer macht den Unterschied
Nachdem mittlerweile schon Reichweite (Bedarfsanalyse), Preis (Vollkostenrechnung) und
Sicherheitsbedenken keine ernsthaften Einwände gegen die Elektromobilität mehr darstellen, gelangen nun
die genannten Vorzüge des elektrischen Antriebs auf den Prüfstand. In die Ökobilanz des E-Mobils wird jetzt
seine Herstellung und vor allem die der Batterie einbezogen sowie das Laden mit konventionellem Strommix.
Das Verhalten des Nutzers bleibt dabei bedauerlicherweise außer Acht. Aber gerade da ließe sich feststellen,
dass sich Eigentümer von elektrischen Fahrzeugen meist aus Gründen des Umweltschutzes für diese
Antriebsart entscheiden und deshalb auch grünen Strom bevorzugen. Anders als bei Tankstellen mit fossilen
Kraftstoffen kann man beim Laden bewusst entscheiden, wo der Strom herkommt, denn ein moderner „EMobilist“
fährt generell bewusster und auch nur, wenn es notwendig ist. Gleichzeitig ist er damit also sehr viel
kostengünstiger unterwegs.
ADAC-Vize Burkhard bemängelte die sonst üblichen Testbedingungen, die Fahren ohne Licht,
Scheibenwischer oder Heizung bzw. Klimaanlage vorsahen, zu Recht als "wenig realistisch". Das gilt aber
ebenso für vorgewärmte Verbrennungsmotoren, moderate Beschleunigungszyklen oder Start-Stop-
Prozeduren, die unsere täglichen Kurzstrecken zur Arbeit oder zu Einkäufen nicht abbilden. Trotzdem gewann
auch unter diesen denkbar schlechtesten Voraussetzungen der elektrische Renault Fluence.
Vom verbrauchsarm schöngefärbten Heizgerät zum effizienten Bewegungstrainer
Der EcoTest des ADAC hat außerdem gezeigt, dass die Herstellerangaben hinsichtlich des Spritverbrauchs bis
zu 50% von den gemessenen Werten abweichen und für den normalen Alltag mit vielen Kurzstrecken,
Kaltstarts und innerstädtischen Stop&Go-Verkehr weit entfernt von der Realität liegen. Die absoluten
Verbrauchswerte unserer konventionellen Autos haben sich in den letzten Jahrzehnten kaum verändert.
Schon in den 70er Jahren gab es Pkw, die mit 6 bis 7 Litern auf 100 km auskamen. Viel weniger schaffen
aktuelle Modelle auch nicht. Wenn man berücksichtigt, dass davon 4 bis 5 Liter für das Produzieren von
Wärme verwendet werden, wird der enorme Spielraum bei der Effizienz deutlich. Bereits heute verfügbare
Elektroautos fahren ohne einschränkende Fahrweise schon mit einem Benzinäquivalent von durchschnittlich
1,5 l/100km.
Wie bei allen Ökobilanzen kommt es selbstverständlich auch darauf an, welche Energie eingesetzt wird, hier
also, wo der verwendete Strom herkommt. In Deutschland haben sich dafür sogenannte Gold-Labels für die
Ökostromerzeugung bzw.-verwendung etabliert. Deren überzeugendsten Vertreter wie Naturstrom AG, EWerke
Schönau oder Greenpeace Energy achten darauf, dass durch den Tarif soviel Investitionen in neue
heimische Kapazitäten getätigt werden wie Kundenstrom verbraucht wird.
Mit dem Nudelholz erschlagen
Meine Oma hat mit dem Nudelholz ausschließlich Teig bearbeitet - und nicht meinen Opa. Das Nudelholz ist
ein Haushaltsgerät und kein Mordwerkzeug. Die Oma macht den Unterschied. Beim Auto ist es ebenso. Die
Fahrweise beeinflusst das Gefährdungspotential und den Verbrauch. Das Elektromobil ist sauber. Es wird, so
hat z.B. die Berliner E-Mini-Studie gezeigt, auch erheblich rücksichtsvoller gegenüber anderen
Verkehrsteilnehmern gefahren.
Wem also sicher, leise und abgasfrei Fahren nicht umweltfreundlich genug ist, der folge der Empfehlung des
BSM und verwende Strom aus erneuerbarer Energie - nicht nur für's Fahren, sondern generell im Haushalt,
also auch für Toaster, Kaffeemaschine, Flachbildschirm etc. Aber selbst diejenigen, denen der Strommix
einerlei ist, fahren elektrisch bereits effizienter und immerhin sicher und leise. Egal wie laut und von wem das
Gegenteil behauptet wird.

Der 4.Deutsche Elektro-Mobil-Kongress mit e-mobilen Highlights am 14./15.Juni

Veranstaltungen

Am 14. und 15. Juni 2012 veranstaltet das Haus der Technik in Essen in Kooperation mit dem nova-Institut und der IAV den Vierten Deutschen Elektro-Mobil Kongress.

Drei erfolgreiche Elektro-Mobilitäts-Kongresse seit 2009 haben gezeigt, dass ein  branchenübergreifender Dialog und Informationsaustausch wesentlichen Anteil an der schnellen Entwicklung und Nutzbarmachung neuer Ideen besitzt. In diesem Jahr findet der Elektro-Mobilitäts-Kongress erstmals im Haus der Technik in Essen statt. Inhaltlich knüpft er nahtlos an  die Vorjahre an. Schwerpunkte bilden die politischen Rahmenbedingungen, aktuelle Entwicklungen bei Elektro-PKW und Nutzfahrzeugen, Einblicke in neueste Geschäftsmodelle rund um die Elektromobilität sowie kommunale Konzepte und Infrastrukturmaßnahmen.

Die Zulassungszahlen von Elektrofahrzeugen auf deutschen Straßen und die Diskussionen um mangelnde ökologische und wirtschaftliche Relevanz der Elektromobilität werfen dabei nur ein Zerrbild auf die tatsächlichen Entwicklungen. Die Entwicklung der Elektromobilität zur Massenmobilität stellt sicherlich noch eine Herausforderung dar, aber die Serienfertigung von Hybrid- und Elektrofahrzeugen hat längst begonnen.

China steht im Mittelpunkt einer besonderen Betrachtung mit zahlreichen spannenden Projekten in Partnerstädten der Länder Hamburg, Bremen und NRW. Die internationale Verankerung des Vierten Deutschen Elektro-Mobil Kongresses macht ihn zum Schaufenster der neuesten Entwicklungen in Deutschland und holt wichtige Impulse aus aller Welt hinzu.

Wie in den vergangenen Jahren werden ca. 500 Teilnehmer zum Erfahrungsaustausch erwartet. Highlights aus den Bereichen Fahrzeuganbieter (OEM, Prototypen, Converter), KFZ-Zulieferer, Distribution, Infrastruktur (Netz- und Ladestrukturen), Energiespeicher und weitere Komponenten,  Rohstoffe, Nachhaltigkeit, Marktperspektiven und Strategien werden in diesem Jahr um den Schwerpunkt Nutzfahrzeuge (Einsatz kommunal und in der Landwirtschaft) als Wegbereiter der Elektro-Mobilität ergänzt.

Eine umfangreiche Fachausstellung ergänzt den Kongress. Am Freitag, den 15. Juni 2012, gilt dann „Essen ist e-mobil!“ für alle. Interessierte Passanten können an diesem Tag mit Elektrofahrzeugen von Renault, Mitsubishi, Nissan, E-Wolf und vielen anderen Herstellermarken Probe fahren und sich so selbst ein Bild vom emissionsfreien Autofahren machen. Motorräder und Segways mit reinem Elektroantrieb runden das Programm ab.

Starke Unterstützung erhält die Veranstaltung wiederum von den Verbänden, insbesondere bspw. durch den BSM (Bundesverband Solare Mobilität e.V.), der für seine Mitglieder dadurch einen besonderen Appetizer bereithält.

Das aktuelle Kongressprogramm mit allen Themen und Referenten sowie die Anmeldeunterlagen für Aussteller und Teilnehmer finden Sie online unter www.e-mobil-kongress.de.

(pz/wattgehtab.com)

Protoscar Lampo 3 GT wird möglicherweise in Kleinstserie produziert

Elektroautos

Elektrosportwagen Protoscar Lampo 3 GT wird möglicherweise in Kleinstserie produziert Die bereits dritte Version des reinrassigen Elektrosportwagens aus der Schweiz, der Protoscar Lampo 3, ist nun mittlerweile seit fast einem Jahr ein beliebter Gast auf diversen Elektromobilitätsevents und sorgt stets für großes Aufsehen. Ob bei Testfahrten auf der Michelin Challenge Bibendum, der Silvretta E-Auto-Rallye oder der eCarTec in München – überall steht dieselbe Frage im Raum: Wann wird es den Lampo endlich zu kaufen geben?

Offensichtlich zeigt das große Interesse seine Wirkung und so gab Protoscar heute in einer Pressemeldung bekannt, dass man zusammen mit Ernst & Young bereits auf der Suche nach einem Partner sei, der den Spinoff der neuen Tochterfirma „LAMPO Ltd.“ unterstützen soll, mit dem Ziel eine Kleinstserie des Lampo 3 GT zu bauen. Erste Details des Lampo 3 GT wurden auch bereits genannt:

  • Ein verbessertes Chassis, dass von ThyssenKrupp Systems Engineering für die Serienproduktion optimiert wurde
  • Ein neues Batteriepaket mit 42 kWh von Akasol Engineering
  • Ein neues Innendesign, dass in animierter Form am Genfer Automobilsalon zu sehen sein wird

Elektrosportwagen Protoscar Lampo 3 GT wird möglicherweise in Kleinstserie produziert Elektrosportwagen Protoscar Lampo 3 GT wird möglicherweise in Kleinstserie produziert

Der Antrieb wird wie schon beim Prototyp von der Brusa Elektronik AG kommen und mit drei Hybridsynchronmaschinen, die insgesamt eine Leistung von 420 kW bereitstellen, den Allrad-Sportwagen in nur 4,5 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen können. Auch Ladetechnisch hat der Lampo 3 GT die Nase vorn, sofern er produziert werden sollte. Nicht nur wird er den De-facto-Standard CHAdeMO unterstützen, sondern auch über ein Brusa-Schnellladegerät für dreiphasiges Laden bis 22 kW wird er verfügen. Zudem soll der Wagen auch mit dem neuen „Combined Charging System“ geladen werden können, dass viele der deutschen Autohersteller letztes Jahr als Wunschstandard gesetzt hatten.

Ob, wann und zu welchem Preis der Lampo 3 GT zu haben sein wird, wissen wir vielleicht schon in drei Wochen, wenn Protoscar auf dem Genfer Automobilsalon weitere Infos bekanntgegeben hat.

(mk/wattgehtab.com)

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